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Kreis erwartet 3,8 Mio. vom Bund und will sie in den Sport stecken

3,8 Millionen Euro kann der Kreis Unna erwarten – denn der Bund hat einen Investitionsfonds für klamme Kommunen aufgelegt. Wann das Geld kommt, weiß noch niemand, doch wofür es augegeben werden soll, steht schon fest: für den Sport.

Konkret für die Kreissporthalle in Unna und an die Sporthalle des Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg Werne. Damit würde die Investition in die Schullandschaft konsequent fortgesetzt.

Landrat Michael Makiolla (im Bild) und den gesamten Kreistag irritiert allerdings das „Spiel auf Zeit“ des Landes. Keine klare Ansage, wann die Millionen fließen.  Das notwendige Ausführungsgesetz wurde nicht wie erwartet im Juni und damit vor der Sommerpause in den Landtag eingebracht. Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Thomas Wilk rechnet deshalb damit, dass sich vor November von Seiten des Gesetzgebers nicht viel tut, so dass die Kommunen die für sie wichtige Planungssicherheit womöglich erst als Weihnachtsgeschenk bekommen. Die Politik beauftragte Makiolla dennoch bereits mit der Erarbeitung einer Vorschlagsliste. Was Priorität hat, ist bereits klar und deckt sich mit einer Verwaltungsidee: Die Mittel sollen in Sporthallen der Berufskollegs investiert werden.

Was ebenfalls irritert – und verärgert – ist die Idee des Städtetages NRW, das Geld nach einem neuen Schlüssel zu verteilen: Damit bekämen auch gut situierte Großstädte wie Düsseldorf ein gutes Stück vom Kuchen ab und klamme Landkreise entsprechend weniger. In einem Protestbrief an alle Landtagsabgeordneten machte Landrat Michael Makiolla (SPD) seinem Ärger darüber Luft. Dass sich der Städtetag durchsetzt, scheint fraglich. Doch gemäß dem Motto „Wehret den Anfängen“ wurde ein Kreistagsmitglied deutlich: „Wir dürfen uns auf keinen Fall die Butter vom Brot nehmen lassen.“

 

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