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Krankes Pony zu spät eingeschläfert? Besitzerinnen vor Gericht

Hatten sie ein schwer erkranktes Pony  zu lange leiden lassen, bevor sie es erlösten? Diese Streitfrage musste am Donnerstag in einem ungewöhnlichen Prozess das Unnaer Amtsgericht klären. Das Veterinäramt hatte zwei Frauen aus Bönen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angeklagt, berichtet der WA in seiner Onlineausgabe.

Die beiden besaßen einen Ponyhengst, der Krebs erkrankte. Ein Tumor bildete sich am Penis des Tieres und wuchs immer weiter. Zwei Jahre nach der Diagnose schritt das Veterinäramt ein und ließ das Pony einschläfern. Die Besitzerinnen bekamen eine Anzeige. Das Veterinäramt war der Überzeugung, sie hätten das Pferd wegen seiner starken Schmerzen viel früher erlösen müssen.

Am Ende der mehrstündigen Verhandlung sprach das Amtsgericht die beiden Frauen frei. Zwar habe das Tier Schmerzen gehabt, aber nicht in dem Ausmaß, wie es das Tierschutzgesetz unter Strafe stellt.

https://www.wa.de/lokales/boenen/

Kommentare (6)

  • fürst

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    Mögen die beiden Damen auch irgendwann lange unter Schmerzen leiden müssen, ohne das Ausmaß, das ärztliches Handeln geboten erscheinen ließe!

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Das ist für mich keine Tierliebe, wenn keine Hoffnung besteht. Man sollte in so einem Fall auf den Tierarzt hören auch wenn es schwerfällt. Ich musste meinen Hund von jetzt auf gleich einschläfern lassen. Sie hatte starke Schmerzen. Niemals hätte ich gewollt, dass sie leiden muss. Dieser Schritt war verdammt schwer, aber ich habe sie erlöst😉😓

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