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Komplettes Radwegenetz Unnas unter der Lupe: Stadt beauftragte externe Gutachter

Schlechte Beschilderung, schlechte Sicht, schlechte Oberflächen Unnas Radwegenetz ist unter der Lupe. Gemeinsam mit dem ADFC und dem Beirat FahrRad hat die Stadt im letzten Jahr das „Zielnetz 2025 für den Radverkehr“ erarbeitet. Dieses besteht aus einem Haupt- und einem Nebennetz, die gemeinsam mit dem zukünftigen Radschnellweg Ruhr das Rückgrat des Alltags-Fahrradverkehrs bilden werden.

Zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur ist in den letzten Monaten ein externes Gutachten mit einem modernen methodischen Ansatz erstellt worden.

Die insgesamt 100 km Hauptnetz wurden durch Fachgutachter untersucht, per Video und Foto dokumentiert. Alle relevanten Hemmnisse für Radlern sind dokumentiert. „Auf dieser Basis können Mängel gezielt und priorisiert abgestellt werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir in relativ kurzer Zeit viele ärgerliche Kleinigkeiten in den Griff bekommen“, sagt Fachdezernent Michael Ott.

Außerdem wurden sämtliche Unfälle mit Radfahrerbeteiligung dokumentiert. Zu den 10 unfallträchtigsten Straßen gehört z.B. die Kamener Straße – sie wurden einer sehr intensiven Prüfung unterzogen. Auf dieser Basis lassen sich nun konkrete und zielgerichtete Verbesserungsmaßnahmen entwickeln, so die Stadt. Fazit der Gutachter: „Der Zustand der Radverkehrsanlagen entspricht dem vieler anderer Städte – aber nicht alle schauen so genau hin wie die Stadt Unna.“

Kommentare (11)

  • Elke Schmidt

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    Kann die Stadtverwaltung eigentlich auch etwas selber ?!?

    Alles, was Arbeit macht, wird ausgrlagert und Gutachter erledigen die Arbeit für teuer Geld !

    Der Bürgermeister sollte mal dagen, wieviele tausend Euros so pro Jahr für Gutachten ausgegeben wird.

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    • Silvia Rinke

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      Eine entsprechende Anfrage habe ich vorbereitet, Elke Schmidt.

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    • Friedhelm Böhmer

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      Meine Kritik ging vor nicht einmal 2 Wochen in die gleiche Richtung. Da ging es um ein externes Gutachten zur Parksituation in Unna – verbunden mit neuen Automaten. Es geht dabei um über 100.000 EURO. Die „alten“ Automaten (die im übrigen noch funktionieren) gehen dann wohl in den Schrott. Was da so alles an Geld verbraten wird, ist schon erstaunlich.

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    • Tanja und Jens Leven

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      Rufen Sie mich doch mal an, dann kann ich Ihnen genau sagen was das gekostet hat. Rund 450 Stunden haben wir bisher dafür gebraucht. J. Leven bueffee GbR 0202 4297935

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  • Elke Schmidt

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    Sehr gut, danke !

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    • Silvia Rinke

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      Mal schauen, wieviel da so zusammenkommt. :-)

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  • Helmut Brune

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    Da müßte man schon einen Preisvergleich anstellen. Leute aus den eigenen Stadtbetrieben müßten dann wahrscheinlich erst geschult werden um alles in einem geeigneten Gutachten nieder zu schreiben. Obendrein kann es sein, daß Leute in der eigenen Stadt bestimmte Dinge gar nicht mehr sehen, weil sie daran gewöhnt sind. Für die Objektivität ist es vielleicht besser, sowas durch Externe untersuchen zu lassen.

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  • Wierumer

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    Das Ergebnis würde mich mal interessieren, vor allem ob es sich mit den eigenen, täglichen Erfahrungen deckt.

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    • Silvia Rinke

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      Ja, auf das Ergebnis sind wir auch gespannt.

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  • Markus Antonius

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    Aus meinem Ostdorf ist der Weg nach Werl zwar deutlich länger, als der nach Unna, aber auch deutlich angenehmer. Die zahlreichen Hohlwege unterhalb der B1 sind schlecht einsehbar, weshalb sich der Schwung nie für den Gegenhang ausnutzen lässt. Und das Stück vor Erreichen der Morgenstraße ist einfach gruselig.

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  • Elke Schmidt

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    Ha ha. Ja, vielleicht nehmen die Stadtmitarbeiter die Schlaglöcher anders wahr, als der Gutachter :o))) Oder gar nicht.
    Oder der Gutachter merkt, oh, der Radweg ist zu Ende. Die Stadtmitarbeiter merkt es nicht….
    Nee, nee. Spontan fällt mir nur ein, dass die vielleicht keine Lust haben, das Büro zu verlassen…..

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