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Kolter warnt: Der Lindenbrauerei nicht voreilig „Türen für höhere Zuschüsse öffnen“

Klare Fronten in puncto Zuschussfrage Lindenbrauerei. Die FDP will entschieden keinen Euro mehr als jetzt (199 000 Euro) – die Grünen „begrüßen“ ebenso entschieden eine dauerhaft höhere Förderung.

Martin Bick FDP

Strikt gegen Erhöhung: M. Bick (FDP).

Alle übrigen fünf Ratsfraktionen – SPD, CDU, Freie Wähler (FW/FLU), Piraten und Linkspartei – finden sich gemeinsam auf der vorgeschlagenen Marschroute der SPD wieder: Unnas Kultur- und Kommunikationszentrum möge bitte seine Hausaufgaben erledigen und einen schlüssigen Wirtschaftsplan abliefern. Aus diesem müsse sich nachweisen lassen: Diese und jene Summen wurden – und werden – gemäß des Vorschlägen des Richter-Gutachters eingespart.

Jenes Gutachten vom vorigen Herbst geht, wie berichtet, von einem dauerhaften Einsparpotenzial der Lindenbrauerei in Höhe von 50 000 Euro aus.

Dass die Lindenbrauerei allerdings ohne eine langfristig erhöhte Subventionierung aus der Stadtkasse nicht wird überleben können, liegt in der Luft. Die SPD hat die Vermutung in ihren Antrag quasi hineinformuliert: Nach Vorliegen des Wirtschaftsplanes sei über einen „eventuell erhöhten Deckungszuschuss“ zu diskutieren, und zwar im Kulturausschuss. Die einzige Fraktion, die dieses Vorgehen im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag rigoros ablehnte, war die FDP in Person ihres Fraktionsvorsitzenden Martin Bick. Er betonte: „Sofern der Antrag die Möglichkeit eines höheren Zuschusses enthält, lehnen wir ihn ab.“ Er war der einzige.

Allerdings betonte auch Bürgermeister Werner Kolter eindringlich: „Nochmal: Der Haushalt sieht es nicht vor.“ Sprich: Im Haushaltsplanentwurf sind keine – ! – ausnahmslos keine höheren Zuschüsse vorgesehen, für nichts und für niemanden. Eigentlich.

Die Politik, warnte der Bürgermeister, möge bitte nicht voreilig schon „Türen öffnen“.

 

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