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„Kölner Silvesternacht“: Erhöhte Sicherheit auch in DO

Als Reaktion auf die Massenübergriffe und -straftaten am vorigen Silvester in Köln (und vielen anderen deutschen Städten) wird auch Unnas große Nachbarstadt ihr Sicherheitskonzept forcieren. Wie Dortmunds Ordnungsdezernentin Diane Jägers heute in einem Interview mit Radio 91,2 sagte, werde das Feiern in der Innenstadt nicht verboten, jedoch sorge die Stadt für mehr Sicherheit drumherum.

So soll es für Teile der Innenstadt ein Glasverbot geben; die Zahl der Ordnungskräfte wird in der Nacht auf den 1. Januar aufgestockt.

Derzeit laufen Beratungen mit der Polizei und den Sicherheitsdiensten, um ein sprichwörtlich „ordentliches“ Gesamtpaket zu schnüren.

In der Silvesternacht 2015 war es rund um die Kölner Domplatte zu Massenübergriffen von Männern (vornehmlich aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum) gegen Frauen, Mädchen und Paare gekommen. Auch in Dortmund zeigten in den ersten Tagen des neuen Jahres mehrere Frauen sexuelle Belästigungen an.

Aber auch in Dortmund meldeten sich im Anschluss an Silvester Frauen, die belästigt worden waren. Hier unser Bericht dazu vom 7. Januar 2016:

Nach den gehäuften sexuellen Übergriffen auf Frauen in Köln, Hamburg oder Stuttgart in der Silvesternacht wurden heute auch Fälle in Unnas Nachbarstadt Dortmund bekannt. Allerdings nicht durch die Dortmunder Polizei, sondern durch verschiedene lokale Medien.

Am ausführlichsten berichten die Ruhr Nachrichten auf ihrem Onlineportal von zwei Fällen, die die Polizei – allerdings erst auf Nachfrage – auch bestätigte.

Betroffen sind danach mindestens vier Frauen, die jeweils zu zweit unterwegs waren.

Fall 1: 21 Uhr – Bahnhofsvorplatz: zwei Frauen aus Hamm (25 und 26) gehen vom Hauptbahnhof zur Katharinentreppe. Dort halten sich laut Polizei etwa 300 Männer auf. Mehrere von ihnen umstellen die beiden Frauen, zerren an ihren Handtaschen und berühren eine der Frauen unsittlich. Die Polizei spricht von „plumper Anmache“. Sie ermittelt wegen Beleidigung, Nötigung und versuchtem Diebstahl.

Von zwei Männern gibt es Täterbeschreibungen: Ein Täter ist 17 bis 22 Jahre alt, 1,75 Meter groß, normal gebaut, dunkler Teint, gebrochenes Deutsch, kurze dunkle Haare, lückenhaftes Gebiss, dunkle Jacke, weiße Kappe mit Schirm nach hinten. Täter Nummer 2 ist 22 bis 28 Jahre alt, stabil-dicke Figur, kurze Haare, braune Augen, unrasiert, dicke (beige) längere Jacke.

Fall 2: 0.45 Uhr – Kampstraße: Mehrere Männer aus einer ca. 20köpfigen Gruppe gehen auf zwei Frauen zu. Sexuelle Anspielungen fallen, die Frauen werden „begrabscht“. Ihr Glück: Zeugen erkennen die Lage und greifen ein.

Die beiden Frauen können wegrennen und entkommen in einem Taxi. Beschreibung der Männer: 1,70 bis 1,80 Meter groß, sprachen die Frauen in gebrochenem Englisch an und trugen dunkle Kleidung.

 Stellungnahme der Dortmunder Polizei vom 7. 1.: http://rundblick-unna.de/nach-sexuebergriffen-zu-silvester-polizei-stockt-soko-antanzmasche-auf/


 

Das forcierte Sicherheitskonzept für Köln: http://www.fr-online.de/politik/silvester-in-koeln–polizeipraesenz-in-hohem-masse-steigern-,1472596,34991306.html

 

 

(Archivfoto: Höhenfeuerwerk Westfalenpark)

 

Kommentare (4)

  • Dagobert

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    Das Glasverbot in der Innenstadt wird garantiert vor sexuellen Übergriffen schützen. Interessanterweise ist noch keiner auf die Idee eines Flüchtlingsverbotes für die Innenstadt gekommen. Wäre ja auch diskriminierend.

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    • Silvia Rinke

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      Hallo Dagobert, nur zur Info, auf Facebook bekommt dein Kommentar viele Likes.

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  • Silvia Rinke

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    Viel diskutiert wird auf Facebook über das Thema:

    Fil Markus In Dortmund ist es an normalen Abenden am Wochenende schon heftig, überzogen ist dabei nichts. Ein Glasverbot kenne ich vom Fußball und hat sich bewährt.

    Rundblick Unna (sia) Je weniger Glas, desto weniger Scherben, desto geringere Verletzungsgefahr – von der Flasche als Prügelwaffe abgesehen. Klingt also logisch.

    Ralf Hielscher Was genau ist denn in Köln passiert mit Flaschen oder Gläsern ?
    Wurden Silvester damit Menschen verletzt ?

    Rundblick Unna (sia) Ich nehme an, dass das eine rhetorische Frage ist…? Sonst müssten wir mal unsere Recherchemaschine anwerfen…

    Ralf Hielscher 😉

    Rundblick Unna Okay…. wer hätte das gedacht.

    Maik Wolff Notwendig an 365 Tagen im Jahr

    Rundblick Unna (sia) Aus Erfahrung; Dortmunder? Interessehalber gefragt.

    Maik Wolff Ich bin vor zwei Wochen überfallen und bewußtlos niedergeschlagen worden. Überall nur noch pack. Hab jetzt wie unsere Mitbürger ein Messer und ne Hausordnung dabei.

    Helmut Brune Ich kann das von hier aus nicht beurteilen. Einem Glasverbot stimme ich aber zu. Wollen wir doch hoffen, daß sich der Vorfall aus Köln nicht wiederholt. Wenn viel Alkohol und möglicherweise Drogen im Spiel sind, ist die Situation immer Unberechenbar.

    Jens Moellmann Wunderbar, alle Polizisten sitzen in den Großstädten und die Horden schlagen dann auf dem Lande zu ….. es ist ja selbst zu Silvester kein „Kölner-Problem“ gewesen.

    Robert Rohmert Quatsch, war doch nur ein Einzelfall und es war ja auch schon immer so….

    Bine Pröbe Ja klar, das glasverbot (nur in teilen der innenstadt) schützt ganz bestimmt vor sexuellen Übergriffen. *ironie off* Verstehe den Zusammenhang irgendwie nicht. Verletzungsgefahr ausschließen schön und gut, aber trägt nicht sowieso mittlerweile jeder 2. ne Waffe? Und wenn nen mädel von 5 oder mehr dieser „monster“ (was anderes sind diese Perversen nicht) eingekreist wird braucht da wohl niemand nen Glas, außer das Mädel vielleicht. Und zu saufen/ zu dröhnen und die Aggressivität steigern können die sich trotzdem.

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  • Silvia Rinke

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    Zur Information: Ein Bericht zu den Vorfällen in Dortmund vom vorigen Silvester ist eingefügt worden. Hier der Link dazu: http://rundblick-unna.de/auch-in-dortmund-wurden-in-der-silvesternacht-frauen-belaestigt/

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