Rundblick-Unna » Kleines Volksfest zu Ehren eines feuerroten neuen Löschmobils

Kleines Volksfest zu Ehren eines feuerroten neuen Löschmobils

Dramaturgisch perfekt von reichlich Kunstnebel umqualmt rollte das feuerrote Löschmobil mit flackerndem Blaulicht majestätisch aus der Garage und gab im Abstoppen zweimal ein triumphierend-durchdringendes „Tatü-Tata!“ von sich. Szenenapplaus, „Bravo!“-Rufe und strahlende Gesichter vor dem Feuerwehrhaus Langschede: Seit Samstag haben die 20 Feuerwehrkameraden der Löschgruppe plus nochmals genauso viele Mädels und Jungs der Jugendwehr PS-gewaltige Unterstützung.

Ein nagelneues Hilfeleistungs-Löschfahrzeug, abgekürzt HLF. Die Übergabe der 360 000 Euro teuren Neuerwerbung durch Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe war in ein munteres Dorffest gekleidet: Reichlich Feuerwehrleute aller Alterstufen füllten den Platz vor dem Gerätehaus an der Hauptstraße, durchmixt mit Langscheder Schützen in feschen grünen Uniformen und Feuerwehrkameraden aus der Partnerstadt Hartha. Würtchen brutzelten auf dem Grill, Bierflaschen zischten, also alles prima.

Langschede ist einer der drei Feuerwehr-Standorte Fröndenbergs. Die anderen beiden sind in Mitte und Bentrop, strategisch klug also übers Stadtgebiet verteilt. Bentrop bekam erst kürzlich ein neues Löschfahrzeug, etwas kleiner als das jetzt für die Wehr im Westen. Das neue HLF war fällig, erklärte Feuerwehrchef Jörg Sommer. „Das alte ist 29 Jahre alt.“ Hat also seinen Dienst sattsam erfüllt. Zwischen Bedarfsanmeldung und Empfang des Neufahrzeugs verstrichen satte zwei Jahre, berichtete Fachbereichsleiter Christoph Bürger. „Das liegt daran, dass wir europaweit ausschreiben müssen.“ Schon deswegen wird der Feuerwehr-Bedarfsplan grundsätzlich mit mehreren Jahren Vorlauf erstellt.

Nachdem Pfarrer Paul Mandelkow dem neuen „HLF“ seinen Segen erteilt hatte, sprach Löschgruppenführer Frank Doll einige kurze Worte des Danks – verbunden mit der Hoffnung, dass dieses neue Löschfahrzeug möglichst nie im Ernstfall wird zeigen müssen, was es kann.

 

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