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Kessebürener Landwehr: Brückenneubau soll Mitte 2019 starten

Die seit vielen Jahren „abgeschnittenen“ Anwohner der Kessebürener Landwehr und insgesamt durchfahrbeflissene Bürger im Süden können hoffen. Mitte übernächsten Jahres soll endlich der lang ersehnte Brückenneubau an der Landwehr beginnen.

Das brachte der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek bei der Deutschen Bahn in Erfahrung. Vertreter des Kessebürener Heimatvereins hatten sich mit der Bitte um den neuesten Sachstand an Kaczmarek gewandt. Die DB AG skizzierte dem SPD-Politiker nun in einem Schreiben die nächsten Schritte.

Noch in diesem Monat soll die Vorentwurfsplanung abgeschlossen sein. Nach einer gemeinsamen Abstimmung mit der Stadt Unna kann zur Jahresmitte die Kreuzungsvereinbarung unterzeichnet werden.

Ist das gesamte bau- und finanzrechtliche Verfahren erledigt, erfolgt Mitte 2019 der Baustart. Fertigstellung der Brücke: bis Sommer 2020.

Oliver Kaczmarek begrüßt diese klaren Aussagen auf seiner Homepage ausdrücklich:  „Für die Bürger in Kessebüren und Umgebung ist diese Eisenbahnbrücke als Anbindung zum Ortskern unverzichtbar. Solange der Neubau nicht abgeschlossen ist, braucht es alternative Anbindungsmöglichkeiten. Andernfalls haben gerade auch Landwirte Schwierigkeiten, die Bahngleise mit ihren Nutzfahrzeugen zu überqueren.“

Im August 2011 war die Eisenbahnbrücke an der Kessebürener Landwehr wegen Baufälligkeit abgerissen worden. Der schienengleiche Bahnübergang an der Fröndenberger Straße, der bisher als alternative Überquerungsmöglichkeit genutzt werden konnte, war am 4. November 2016 ebenfalls dauerhaft gesperrt worden. Diese Entscheidung hatte die DB in Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt, den Städten Unna und Fröndenberg getroffen, nachdem sich dort 2013 und 2015 zwei schwere Unfälle ereignet hatten. Die Bahn hat mit den Kommunen vereinbart, den Verkehr über einen anderen, ca. 500 Meter entfernten Bahnübergang zu leiten.

Zechenstraße Bahnbrücke

Auch das zweite überfällige Brückenbauprojekt in Unna soll in diesem Jahr angepackt werden: die marode Zechenstraßenbrücke in Königsborn.  Ende November feierte das Nadelöhr zwischen Kamener- und Hammer Straße bereits seinen 2. Geburtstag. Doch einen dritten soll es nicht mehr geben, versprachen Unnas Bürgermeister Werner Kolter und Stadtkämmerer Achim Thomae im Oktober.

Die aus Sicherheitsgründen seit zwei Jahren teilgesperrte Bahnbrücke wird in diesem Jahr stabilisiert. Sie soll eine Art Unterfütterung erhalten, einen Unterbau. Die Gleise werden dazu tiefer gelegt. Das sei preiswerter als eine komplett neue Brücke Im Haushalt 2017/2018, sind für die Sanierung der Zechenstraßenbrücke entsprechend 1,1 Mio. Euro vorgesehen.

Wie dringend der Neubau der Bahnbrücke an der Zechenstraße ist, spüren Verkehrsteilnehmer seit dem 30. November 2014. Das marode Bauwerk im Nordosten Königsborns wurde auf Einbahn verengt. Eine Baustellenampel regelt seither den Verkehr Richtung Hammer- und Kamener Straße (und wurde bereits zweimal sabotiert bzw. ihrer Akkus beraubt: http://rundblick-unna.de/akku-geklaut-baustellenampel-an-zechenstrasse-lahmgelegt/).

Die Bürgersteige blieben frei, werden von Radlern und Fußgängern genutzt. Als Tonnagebegrenzung gelten 30 Tonnen und als Tempolimit 30/km.

 

Kommentare (3)

  • Hans Bergmann

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    Ha ha ha. Vielleicht wirds auch gar nichts mehr…
    2020…oder 2022 oder oder…
    Eine Brücke für einen Landwirt ist ja auch übertrieben.

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    • Silvia Rinke

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      Ach, Hans Bergmann, lass uns doch mal ein bisschen hoffen. :-/

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  • Hans Bergmann

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    Hoffen und Harren………………………..

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