Rundblick-Unna » Kein Geld für Rathaus-Aufzüge – während manche Gärten auch bei Dürre immer genug Wasser abbekommen …

Kein Geld für Rathaus-Aufzüge – während manche Gärten auch bei Dürre immer genug Wasser abbekommen …

Schon ein halbes Jahr für Weihnachten kein Geld mehr für neue Bibliotheks-Bücher, die Aufzüge im Rathaus seit Monaten kaputt – kein Geld. Trotzdem 70 000 Euro „Erspartes“ aus dem Jahr 2014  für die Lindenbrauerei ins Jahr 2015 hinübergeschafft. Piraten-Fraktionschef Christoph Tetzner erklärte am Abend im Kulturauschuss, wieso er dem Sonderzuschuss unter diesen Umständen die Zustimmung verweigerte. Hier ein Auszug aus seinem Statement (wörtlich wiedergegeben):

„Unsere Kreisstadt am Hellweg befindet sich in der Haushaltssicherung und unterlag auch bereits bis zum 31. 12. 2014 der Haushaltssperre. Wegen dieser Haushaltssperre war es nicht möglich, die Aufzüge des Rathauses zu reparieren! Herr Bürgermeister Kolter wies uns noch in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Dezember an, den Aufzug im Bereich A nicht zu benutzen, außer in dringenden Fällen – denn die Wartungsfirma sei nicht in der Lage, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Im Aufgang B sei der Fahrstuhl ja bekanntlich schon länger defekt.

Kein Geld für die Aufzugsreparatur im Rathaus: Das war, so Herr Kolter damals, der Haushaltssperre geschuldet. Dennoch sah sich Herr Kornatz in der Kulturausschusssitzung am 9. 12. 2014 plötzlich in der Lage, großmütig 70.000 Euro aus dem Kulturetat für die Lindenbrauerei „zurückzustellen“. Während einer laufenden Haushaltssperre. Diese Sperre hinderte im Übrigen auch die ZIB-Bibliothek daran, neue Medien anzuschaffen – schon ein halbes Jahr für Weihnachten gab es für Bildung in unserer Stadt kein Geld mehr.

Verwunderlich, dass einige Gärten anscheinend immer genügend Wasser abbekommen, auch wenn rundherum Dürre herrscht. Ich wüsste schon gern, ob die Rückstellung dieser hohen fünfstelligen Summe überhaupt zulässig war. Zumal die Verwaltung bezüglich der Haushaltssperre betonte: Jeder einsparte Euro fließe in die Entschuldung bzw. werde dazu benötigt, das Planergebnis zu halten.

Wenn jetzt 9. Dezember noch 70.000 Euro zuviel da waren, muss man auch mal fragen dürfen, ob wir dann die Haushaltssperre nicht hätten aufheben müssen. Aber das (…) wird uns ja im Haupt- und Finanzausschuss  am Donnerstag erklärt werden. …

Verwirrung ist bei mir auch darüber aufgekommen, das wir nun bereits drei Beschlussvorlagen haben. Eine vom 9. Dezember 2014, eine aus dem interfraktionellen Arbeitskreis und die letzte von der Verwaltung mit der Nummer 0212/ 15, welche komischerweise als einzige den Weg in die Tagesordnung geschafft hat. Auch ist mir der Verbleib des Protokolls aus dem interfraktionellen Arbeitskreis bisher nicht erklärt worden..  Sachdienliche Hinweise zum Verbleib des Protokolls nimmt jede Dienststelle der Stadt Unna entgegen…

Erschreckend ist die Tatsache, dass wir wieder mal ein dringend zu lösendes Problem auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben haben. Über die Gründe kann man nur wild herumspekulieren. Wahlen finden in diesem Jahr doch gar nicht statt. – Nun ja – außer der Bürgermeisterwahl.“

 

 

Kommentare (8)

  • Christel

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    Ich dachte, der Haushaltsbeauftragte heißt Mölle und nicht Kornatz.
    Kein Geld für Reparaturen, aber 70.000€ für „Kultur“ ! Vielen Dank SPD und CDU !
    Ein weiteres Armutszeugnis.

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  • Christel Heinze via Facebook

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    Ich möchte nicht, dass einer denkt: diese Christel, (die hier Kommentare schreibt) das bin ich! Oh nein, wenn ich etwas kommentiere oder poste, dann nur mit meinem ganzen Namen, denn ich habe nichts zu verbergen 😉

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  • Ananda Gotam Kaur via Facebook

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    und erst die Golfplätze…. völlig unnütz

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  • Margarethe Strathoff via Facebook

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    liebe Christel Heinze, das glaube ich auch nicht. Es gibt eine weitere Christel, welche überall gut verteilt. Sie oder ER scheint sich auszukennen und provoziert wohl gerne. Bin mir nicht mal sicher, ob es eine Christel ist – könnte auch ein sogenannter „Nickname“ sein…. liebe Grüße M. Strathoff

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  • Christel Heinze via Facebook

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    Margarethe Strathoff, das war schon früher während meiner Ratszeit so. Da wurde auch immer unter dem Namen „Christel“ in der Rundschau kommentiert. Ich wusste genau wer das war 😀 …. aber ich war es ganz bestimmt nicht 😀

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  • Sven Hilbk

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    Ein alter Mann sitzt in Mitten einer heruntergekommenen Wohnung mit kaputtem Fußboden, verwahrlosten Tieren, ohne Strom und fließend Wasser. Sein Vermögen verwaltet jemand anderes für ihn weil er selber nicht mehr in der Lage dazu ist. Sein Vorgarten ist voller Müll und zerbrochener Gasflaschen.
    Aber wenn man ihn auf all das anspricht, springt er nur auf und zeigt einem seine Bücher, Gemälde und Musikinstrumente.
    Armer alter Mann mag man denken.
    An seiner Haustür steht der Name Unna…

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  • Kemal Semiz via Facebook

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    Sollen wir jetzt Mitleid haben? Jeder von uns zahlt schon Teilweise mehr als genug Steuern! Dann sollte man die Gelder vernünftig investieren! In Unna wird so viel Geld raus geschmissen!

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