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Kastaniensturz ist heute erneut Ausschuss-Thema

Die im Sturm gestürzte Kastanie an der Friedrich-Ebert-Straße (vor Café Koch) ist heute erneut Thema der Politik. Nach dem Umweltausschuss am Montag befasst sich am heutigen Nachmittag ab 17 Uhr auch der Stadtentwicklungsausschuss mit der Problematik: „Wie gehen wir mit uralten Bäumen im Stadtbild um?“. Unser Foto zeigt eine der Kastanien im oberen Abschnitt der Ebert-Straße, die ein Anwohner fällen lassen wollte, was aber einstimmig durch die Politik abgelehnt wurde.

Wie berichtet, hatte sich am Montag bereits eine Diskiussion um die Frage entwickelt, ob man Bäume, die ihrem natürlichen Ende entgegengehen, sicherheitshalber fällen sollte. Im Umweltausschuss kam dazu mehrheitlich ein eindeutiges „Nein“.

Riesige Anteilnahme sowie große Empörung über die bisherige Ignoranz der Stadt löste unser gestriger Bericht über das Baumsturzopfer Uwe Müller aus: Der Mitarbeiter der Tafel Unna wurde von dem stürzenden Baum getroffen, als er auf der Heimfahrt von einem Einsatz für die Tafel war. Dies hatte die Stadt bisher in der Diskussion um den Baum / die Bäume nicht erwähnt. Es gab bisher, so kritisierte Tafel-Chefin Ulrike Trümper, auch keine Nachfrage der Stadt nach dem Befinden des schwerst verletzten Tafel-Fahrers, der nach dem Unglück am 31. März acht Wochen im künstlichen Koma lag. Nun kämpft er sich, so sagte uns Ulrike Trümper gestern, im Bochumer „Bergmannsheil“ langsam ins Leben zurück.

Es gab (und gibt) bei den Rundblick-Lesern eine Woge der Anteilnahme sowie, wie erwähnt, Unverständnis bis Wut über das Verhalten der Stadt.

Kommentare (2)

  • Jama To via Facebook

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    Ein Baum braucht Platz! So groß ist die Krone, so groß sind die Wurzeln! Nur das Nadel Baum braucht weniger Platz nach unten (flach Wurzeln) deshalb kippen die Bäume bei Sturm um!
    Wir Menschen nehmen den Bäumen das Platz weg in dem wir alles mit Beton, Steine und solche Sachen pflastern! Somit faulen die Wurzel weg, das Baum stirbt ab und stürzt um!
    Ohne Bäume keine Leben! Das sollten Wir uns vor dem Augen halten! ….

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Ich denke, daß einige bei der Stadt jetzt Schamrot sind, daß sich keiner um den Verletzten gekümmert hat.

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