Rundblick-Unna » Kampf dem Stau: Am Westhofener Kreuz nun zusätzlich den Seitenstreifen nutzen

Kampf dem Stau: Am Westhofener Kreuz nun zusätzlich den Seitenstreifen nutzen

Am Westhofener Kreuz herrscht gefühlt Dauerstau. Seit gestern können Autofahrer in Spitzenzeiten den Seitenstreifen als zusätzliche Fahrspur mittnutzen – auf acht Kilometer Länge zwischen Schwerte-Ergste und Westhofen auf der A 45. Diesen Abschnitt hat der  Landesbetrieb Straßenbau NRW in Fahrtrichtung Dortmund als „temporäre Seitenstreifenfreigabe“ in Betrieb genommen.

Auf der A45 zwischen Schwerte /Ergste und Westhofener Kreuz sind im Schnitt täglich rund 83.000 Fahrzeuge unterwegs. Ist die Lage auf der Autobahn angespannt – meist morgens und nachmittags zur Rush hour – geben Mitarbeiter, so genannte „Operatoren“, den Seitenstreifen zeitweise frei, um für einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss zu sorgen. Das geschieht allerdings nur, wenn sich keine liegengebliebenen Fahrzeuge auf dem Seitenstreifen befinden. Erfahrungen mit anderen Telematikanlagen dieser Art zeigen, dass eine „Temporäre Seitenstreifenfreigabe“ die Kapazität einer Autobahn um bis zu 30 Prozent steigern kann und somit die Gefahr eines Staus deutlich verringert.

Dem Autofahrer signalisieren zwölf steuerbare Wechselverkehrszeichen entlang der Strecke, ob er den Seitenstreifen als zusätzliche Fahrstreifen nutzen darf. Auf vier Anzeigebrücken können die „Operatoren“ der Verkehrszentrale zudem Geschwindigkeitsbeschränkungen und Warnhinweise einblenden. Erfolgt keine temporäre Freigabe, übernehmen die Seitenstreifen ihre ursprüngliche Funktion, dienen also zum Beispiel als Notfallspur bei einer Panne. Ohne signalisierte Freigabe dürfen deshalb keine Fahrzeuge auf dem Standstreifen fahren.

Kommentieren