Rundblick-Unna » Kamikazefahrer stieg trotz Waffendrohung nicht aus – Polizei musste Pkw-Scheibe einschlagen

Kamikazefahrer stieg trotz Waffendrohung nicht aus – Polizei musste Pkw-Scheibe einschlagen

Einen außer Rand und Band geratenen Kamikazefahrer musste die Dortmunder Polizei am frühen heutigen Morgen nach einer wilden Verfolgungsfahrt bändigen. Selbst der Anblick vorgehaltener Dienstwaffen konnte den 27 jährigen Fahrer nicht dazu bewegen, nach seiner Flucht vor dem Polizeifahrzeug aus seinem gestoppten Wagen zu steigen. Er musste schließlich herausgezogen und gefesselt werden.

Der Pkw fiel zuerst gegen 6.25 Uhr in der Nordstadt auf: Er war an einer roten Ampel auf einen wartenden Lkw gekracht. Als der Lastwagenfahrer austieg, setzte das Auto hinter ihm zurück und raste davon.

Eine Stunde später meldete ein Zeuge ein Auto, das in Schlangenlinien durch den Dortmunder Süden fuhr. Fahrzeugmodell und Kennzeichen stimmten in beiden Fällen überein. Nach dem Zeugenhinweis entdeckten Polizeibeamte den Wagen, der genau so unterwegs war, wie es der Zeuge beschrieben hatte: unter Ausnutzung der gesamten Fahrbahnbreite. Zudem immer wieder abrupt bremsend und wieder beschleunigend. Gund genug für die Polizisten, dem Fahrer Anhaltesignale zu geben – die dieser jedoch geflissentlich ignorierte und sich lieber seine Kapuze überzog.

Er raste sodann unter riskanten Überholmanövern durch den Dortmunder Süden, machte mehrmals Anstalten, anzuhalten – u. a. stoppte er an einer roten Ampel, ein Polizeibeamter trat ans Fahrzeug heran, öffnete die Fahrertür – und plötzlich raste der Fahrer wieder los. In Kauf nehmend, dass sich der Polizist dabei hätte verletzen können.

Nach einer andauernden Verfolgung über die B 54 bis hin zur Wittbräucker Straße konnten die Beamten das Auto schließlich mit Hilfe eines weiteren Streifenwagens zum Anhalten zwingen. Die Polizeiautos keilten das Fluchtfahrzeug ein – doch der Fahrer verschanzte sich im zentralverrriegelten Wagen und weigerte sich trotz vorgehaltener Dienstwaffen auszusteigen.

Deshalb musste ein Beamter die Scheibe an der Beifahrerseite einschlagen. Was den Mann endlich dazu bewegte, die Verriegelung zu öffnen. Unter Widerstand ließ er sich aus dem Auto zerren und fesseln.

Im Auto des 27-Jährigen fanden sich Drogen (Marihuana und Amphetamine). Der Kamikazefahrer musste anschließend den Weg ins Polizeigewahrsam antreten, wo unter anderem die Entnahme von Blutproben angeordnet wurde.

Die Ermittlungen – auch zu den Motiven des jungen Mannes – dauern noch an.

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

    |

    Was da alles hätte passieren können!! Solchen zugedröhnten Typen sollte man sofort die Fahrerlaubnis entnehmen, solange, bis sie beweisen können, daß sie Clean sind.

    Antworten

  • Heike Petruschke via Facebook

    |

    Ach du scheiße

    Antworten

  • fürst

    |

    Ausgangspunkt „Nordstadt“…..

    Antworten

Kommentieren