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Jusos fragen: "Was soll die Jugend bei der Ü30- oder Ü50-Party?"

Läuft das Angebot im Kulturzentrum stur an der jugendlichen Zielgruppe vorbei? Mit geharnischter Schelte an die Adresse von Lindenbrauerei-Chefin Regina Ranft schalten sich jetzt jedenfalls die Jusos in die Diskussion ein.

Philipp Kaczmarek, Vorsitzender des SPD-Nachwuchses in Unna, spricht von „Bestürzung und Unverständnis“: Die Darstellung Regina Ranfts, dass sich die Jugend als feier- und konsumstarke Zielgruppe für Discopartys in der Lindenbrauerei nicht mehr erreichen ließe, kommt bei ihm als Pauschalvorwurf an seine Generation an.

„Die Jugend von heute igelt sich also ein und ist für die fehlende Wirtschaftlichkeit verantwortlich. Diese Aussage ist aus unserer Sicht ein starkes Stück“, kritisiert Philipp Kaczmarek. „Wenn man sich das Programm des Kühlschiffs ansieht, fragt man sich, zu welcher Veranstaltung Jugendliche denn bitte hingehen sollen.“

“Lindenbrauerei fehlen Veranstaltungen für 18- bis 25-Jährige

Das Programm biete kaum noch Veranstaltungen für die Zielgruppe zwischen 18 und 25 Jahren. „Statt dessen Ü30-, Ü40- und Ü50-Partys“, stellt der Juso-Chef energisch fest und betont: „Wir Jugendlichen sind durchaus gerne unterwegs. Wer uns als Zielgruppe stärker umwirbt, ist damit auch erfolgreich“

Das Kulturzentrum müsse also ganz schlicht und ergreifend sein Angebot einmal gründlich überarbeiten. Wobei ja gerade die Partyreihen für jüngere Besucher – die es durchaus seinerzeit gab – so drastisch an Publikumsschwund litten, dass die Lindenbrauerei diese Angebote – aus ihrer Sicht konsequenterweise – eben einstellte. In diesem Jahr sind für Jugendliche ab 16 Jahren eher sporadische Veranstaltungen geplant.

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