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Jüdisches Leben in Unna – Gedenken an die Nacht, in der die Synagogen brannten

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten auf Veranlassung des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland Synagogen, wurden Geschäfte jüdischer Besitzer zerstört, jüdische Bürger verhaftet, misshandelt und getötet.

Im Rahmen des diesjährigen Gedenkens an die Reichspogromnacht lädt das Hellweg-Museum am Sonntag zum Stadtrundgang „Jüdisches Leben in Unna“ ein. Nach einer Einführung im Museum anhand der Objekte zur jüdischen Kulturgeschichte begleitet die Historikerin und Museumspädagogin Birgit Hartings die Teilnehmer zu Orten, die mit der jüdischen Geschichte Unnas in Verbindung stehen. Die Entrechtungs- und Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten steht hierbei im Mittelpunkt. Da der Weg auch auf den jüdischen Friedhof führt, sind männliche Teilnehmer gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Das etwa zweistündige Programm ist kostenlos und beginnt um 14.30 Uhr im Hellweg-Museum.

Eineinhalb Stunden später, um 17 Uhr, folgt die Gedenkstunde mit Kranzniederlegung am Denkmal für die jüdischen Opfer des Naziregimes (Beethovenring /Massener Straße). Alle Unnaer Bürger sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

In Absprache mit der Jüdischen Gemeinde haKochaw für den Kreis Unna wird der Kranzniederlegung diesmal keine Veranstaltung folgen. Die Jüdische Gemeinde und die katholische Pfarrgemeinde St. Katharina laden stattdessen für Donnerstag, 13. November, zu einem Konzert mit „Den Drei Kantoren“ ein, es beginnt um 19 Uhr in der Kirche St. Katharina, Katharinenplatz 1. Die musikalische Reise durch Zeiten und Stilepochen jüdischer und israelischer Musik ist dem Gedenken gewidmet.

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