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Jetzt kippen die Verkaufssonntage dutzendfach

Zuerst nur vereinzelt, jetzt kippen Gerichte verkaufsoffene Sonntag buchstäblich in Dutzenden – erstmals in einer Stadt wurden alle verboten.

Während Zurbrüggen in Unna seine Öffnungspläne für den 2. April (Westfalenmarktsonntag in Unna) freiwillig zurückzog, holte sich die Großstadt Essen eine fette Klatsche vom Gelsenkirchenener Verwaltungsgericht ab. Dieses kippte tatsächlich alle  28 Einkaufssonntage, die in diesem Jahr stadtweit geplant waren.

Der Beschluss fiel in einem Eilverfahren. Geklagt hatte auch hier wieder die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, die seit einigen Monaten forciert gegen die Einkaufsevents an Sonntagen vorgeht.

Laut Gesetz müssen diese Verkaufsoffenen von Festen begleitet sein, die – und das war z. B. bei der geplanten Zurbrüggen-Öffnung der Knackpunkt – aus sich selbst heraus messbar mehr Publikum ziehen als sie geöffneten Geschäfte. Und in Essen – wo jetzt die bisherige Rekordzahl an Shopping-Sonntagen kassiert wurde – sahen das die Richter bei keinem der geplanten 28 Sonntage gegeben.

Der Essener Oberbürgermeister (CDU) kritisierte die Entscheidung, bezeichnete es als ungerecht, dass auf Trödelmärkten sonntags Neuwaren verkauft werden dürfen, der stationäre Einzelhandel aber keine Erlaubnis zum Verkauf an ausgewählten Sonn- und Feiertagen erhält.

In Unna ist das nächste Einkaufsevent außer der Reihe das Late Night Shopping am 20. Mai. Danach folgt noch der verkaufsoffene Sonntag bei der herbstlichen Autoschau (1. Oktober) und zum Schluss des Jahres der Verkaufsoffene am 1. Advent.

Kommentare (1)

  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Engagiert wird das Thema auf Facebook diskutiert:

    Jenny Heister Diese Diskussion und Meinungsäußerung ist totaler Schwachsinn! Hier wird Wasser mit Sand verglichen!
    Der Einzelhandel ist früher mit deutlich kürzeren Öffnungszeiten sehr gut klar gekommen und die Konsumenten kamen damit auch wunderbar aus, jetzt wird sich nur noch nach Einnahmen gerichtet ohne Rücksicht auf die Menschen zu nehmen die dieses auf ihrem Rücken austragen müssen!
    Es ist nämlich nicht so dass diese Angestellten auch einen Zuschlag bekommen wie andere, die sonntags arbeiten gehen, nein, sie bekommen evtl. dafür einen anderen Tag frei, der aber dann meist nicht genommen werden kann, da Personalmangel herrscht!
    Ich muss sonntags nicht Klamotten oder Lebensmittel kaufen gehen, wobei man letzteres ja schon an Tankstellen bekommt, ich kann auch ohne shoppen einen Stadtspaziergang machen!
    Es ist richtig dass viele andere am Sonntag auch arbeiten gehen, aber da ist es so, dass sie meistens Zuschläge bekommen, dieses gerne machen oder einen Ausgleichstag bekommen bzw. ihre Anwesenheit ist zwingend erforderlich!
    Wer unbedingt einen verkaufsoffenen Sonntag haben möchte, der sollte mal freiwillig im Einzelhandel mit dem niedrigen Einkommen und den beschissenen Arbeitsbedingungen arbeiten!

    Rundblick Unna Liebe Jenny Heister, danke für deinen engagierten Kommentar, aber bitte trotzdem nicht andere Meinungen als „Schwachsinn“ verunglimpfen.

    Alexandra Mentler Ich finde diese doppel Moral einfach nicht gut. Es hat noch keiner Mitleid für die Arbeitnehmer gehabt die in Freizeitparks oder Zoos arbeiten. Jeder rennt Sonntags zum Bäcker. Das müsste auch nicht sein und trotzdem ist es so. Jemand hat vergnügen dran Sonntags ein Eis zu essen (das ist kommisvher Weise in Ordnung) und wenn ich es mögen würde mit meinem Mann mal Sonntags bummeln zu gehen, da in der Woche kaum Zeit dafür ist (das ist nicht in Ordnung). Doppelmoral! Diejenigen die gegen eine Öffnung sind, sind aber auch trotzdem diejenigen die irgendetwas unnötiges am Wochenende in Anspruch nehmen.

    Helmut Brune Haben wir vor 50 Jahren ja schon gemacht. Wenn sich für den Sonntagmittag unerwartet Besuch ankündigte, fuhr man mal eben nach Prünte um Kuchen zu kaufen.

    Alexandra Mentler Totaler Schwachsinn, tschuldigung, aber ist so. Dann dürfte kein Zug fahren; kein Taxi; kein Bäcker auf haben, keine Kneipe, Bistro, Restaurant oder Cafe; keine Tankstelle; kein Kiosk; kein Blumenladen; die Bauern dürften, wenn die Felder soweit sind, nicht aufs Feld; Firmen dürften keine Sonn- Feiertage arbeiten; Keiner beim Fernsehen und keiner beim Radio; kein Reporter; Fotograf! Soll ich noch weitermachen? Es gibt tausende Berufe die am Wochenende und Feiertagen ran müssen. Soll doch jeder Geschäftsinhaber selber entscheiden, ob er auf haben möchte oder nicht und um welche Uhrzeit. Mein Mann hat mal bei 3M gearbeitet und hatte 7 Tage Woche und das damals für Videokassetten! Sind die soo wichtig? Also alles quatsch. Ihr arbeitet doch heute auch, denn ansonsten würde dieser Artikel hier nicht erscheinen. Müsste dann auch wegfallen, denn es ist ja nicht lebensnotwendig wie die Feuerwehr, Polizei, Pflegedienst und Krankenhäuser.

    Guido Bischoff Dann bitte aber auch alle. Heisst, sämtliche Ämter auf, alle Bürojobs in der Industrie und Verwaltung, alle Ärzte etc..
    ALLE? Oder warum gibt es für manche Ausnahmen?
    Bin gespannt wie ihr aus der Wäsche schaut wenn ihr Sonntags und oder auch Feiertags zur Arbeit müsst. Aus Personalmangel sogar jedes Wochenende.
    Ganz ehrlich? Muss sich bald keiner mehr Wundern wenn der Einzelhandel kein Personal mehr findet.
    Denn die Zustände im Einzelhandel werden immer schlimmer. Und jetzt komm mir keiner mit ist wo anders auch so. Nein ist es nicht.
    Man sollte mal wieder etwas chilliger werden.
    Es ist nicht Lebenswichtig am Sonntag seine Jeans zu kaufen.
    Und auch bei 3M wurde nicht mit voller Belegschaft Sonntags gearbeitet.

    Stefan Seite Ganz meine Meinung!

    Bine Pröbe Die Inhaber können machen, was sie wollen – dürfen sich gern alleine in ihren Laden stellen, wenn denen die Kohle wichtiger ist, als ein Tag zur Erholung und Zeit für ihre Familie. Es geht hier aber um die Angestellten!
    Kein Mensch stirbt, wenn er auf einem Sonntag kein neues Kleidungsstück kaufen kann und niemand verhungert, wenn er Sonntag keine Lebensmittel im Supermarkt bekommt.

    Alexandra Mentler Guido, ich weiß nur, das mein Mann gearbeitet hat und auch in einer anderen Firma Sonntags ran musste. Und auch ich im Büro habe an bestimmten Wochenenden gearbeitet. Für mich braucht es keinen Ausnahmen. Wie gehabt, jeder wie er meint und nicht nach Vorschrift. Ach so, es MUSS auch keiner gerade am Sonntag in den Urlaub fliegen.

    Stefan Seite Ich denke, dass ein bis zwei verkaufsoffene Sonntage im Jahr reichen sollten. Alexandra Mentler Nur gibt es viele Geschäfte, die nicht durch den Inhaber, sondern durch die Angestellten betrieben werden. Und um die geht es am Ende. Ich halte es für absolut gut, dass es Berufe gibt, bei denen man sicher sein kann, dass man den Sonntag mit der Familie verbringen kann. Es gibt halt Betriebe und Branchen in denen Sonntagsarbeit Sinn macht, oder sogar notwendig ist und andere, bei denen es schwachsinnig ist.

    Larissa Schmalenbach also ich muss selber oft genug sonntags ran und wenn ich dann höre verkaufsoffener Sonntag hier und da…..alao ich selber gehe dort nie hin mir tut es leid das Verkäuferinnen da arbeiten müssen und am besten noch angeranzt werden von Leuten die sonntags nichts besseres zu tun haben…von mir aus kann man das abschaffen !

    Raphael Bolte Wurde auch mal Zeit! Gut gemacht Verdi!
    Aber ihre Argumente Frau Mentler sind schon echt gewichtig 😂. Tut mir leid, das sind Kindergartenargumente.

    Bine Pröbe
    Richtig so!

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