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"Jeder nicht gekämpfte Kampf ist gewonnen!"

Einer der ältesten Vereine Unnas – Nippon Karate Sport – feiert 40. Geburtstag

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Mit Kung Fu-Geschrei auf die Matte und am besten noch im Flug mit den Füßen klafterdicke Holzklötze zertrümmern – mit solchen Klischees hat professionelles Karate nichts zu tun. Mit Selbstverteidigung, und zwar defensiver, umso mehr, wissen die Mitglieder von Nippon Karate Sport Unna, die sich gerade auf ein rundes Jubiläum vorbereiten: den 40. Geburtstag ihres Vereins! Mit Gründungsjahr 1974 zählt der NKSU zu den ältesten Vereinen der Hellwegstadt. Das Ereignis wird gefeiert: Mit besonderen Lehrgängen sowie einer festlichen, fröhlichen Budo-Gala am Pfingstsamstag (7. Juni) ab 17 Uhr in den Hellweg-Sporthallen, zu dem die befreundeten Judokas aus Unnas Partnerstadt Palaiseau zu Gast sind.

Judo trifft Karate, eh voilá! Denn zusammen mit dem 40-jährigen Vereinsbestehen feiert der Nippon Club am Pfingstwochenende seine 20-jährige Partnerschaft mit den Sportlerfreunden in Frankreich. An zwei Terminen im Vorfeld trainieren die Nippons gemeinsam mit den Judokas der „ JKG Hellweg“  Unna zusammen Judo und Karate, da am Partneraustausch zu Pfingsten traditionell auch die Judokas aus Unna und Palaiseau dabei sind. Direkt an Pfingsten gibt´s dann die deutsch-französische Sportlerbegegnung mit Grillen, Event im Lasermaxx…

Karate stärkt als traditionelle fernöstliche Kampfkunst Körper und Geist gleichermaßen, ähnlich wie Yoga, Judo oder Tai Chi. Neben der Konstitution werden Muskelkraft, Beweglichkeit und Reaktionsvermögen effektiv gesteigert, die Atmung verbessert; man fühlt sich fitter, selbstbewusster, gewinnt an mentaler Stärke. Innere Ausgeglichenheit, Wachsamkeit und Schnelligkeit, Bescheidenheit und Höflichkeit, Beweglichkeit und Flexibilität – dies alles und noch viel mehr erfahren Karate-Neulinge im regelmäßigen Training.

Karate ist außerdem eine Selbstverteidigungsmethode der möglichst defensiven Art: Denn „Selbstverteidigungssituationen, egal wie man in diese hinein geraten ist, sind immer Extremsituationen“, weiß der 2. Vereinsvorsitzende Ingo Keil. Selbstverteidigungsanbieter, die suggerieren, dass man sich „bereits nach wenigen Wochen effektiv gegen Angreifer verteidigen kann“, sind nach Erfahrung der Unnaer Karatekas „absoluter Schwachsinn“.

Zur Selbstverteidigung im Selbstverständnis der „Nippons“ gehört es unabdingbar dazu, mögliche Gefahrensituationen schon im Vorfeld zu erkennen – um sie dann zu vermeiden. Denn „Jeder nicht gekämpfte Kampf ist ein gewonnener Kampf!“, bringt der Verein diesen obersten Grundsatz plakativ auf den Punkt. Selbstverständlich „können“ Karateka sich selbst verteidigen. Sie verfügen nach Erfahrung Ingo Keils und seiner Vorstands- und Trainerkollegen im Durchschnitt nach ein bis  zwei Jahren regelmäßigen Trainings über vielfältige Techniken. Diese wissen sie anzuwenden und kennen nicht zuletzt ihre unterschiedlichen Wirkungen. Im Nippon Club ist es außerdem üblich, diese Techniken auch in so genannten Stresssituationen anzuwenden: Dabei lernen die Sportler, wie sie aus einer möglichst ausweglosen Bedrängnis unverletzt (und ohne ihren Gegner ernsthaft zu verletzen) entweichen. Natürlich darf man beim Karate nicht zimperlich sein: Man muss ohne zu Zögern maximale Kraft gegen den Angreifer aufbieten und ohne Rücksicht zupacken, auch im Training. Das muss mancher erst erlernen, doch – so betont Ingo Keil: „Bei Unsicherheit kann sich auch kein Karatemeister verteidigen.“

Der Nippon Karate Club Unna bietet seit 1974 Karatetraining in Unna für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Trainiert wird nach traditionellen Karate- sowie modernsten Gesundheitsaspekten. Trainingszeiten sind montags und mittwochs in der Halle der Werkstatt Unna am Nordring sowie donnerstags in der Anne-Frank-Realschulturnhalle, Palaiseaustraße. Kostenloses Probetraining jederzeit. Kontakt: Tel. 0177 / 280 25 76, E-mail: info@nksu.de, Homepage: www.nksu.de

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