Rundblick-Unna » Jäger wollen weiter Katzen abschießen – deshalb kam NRW-Minister nicht zum Spargelfest nach Werne

Jäger wollen weiter Katzen abschießen – deshalb kam NRW-Minister nicht zum Spargelfest nach Werne

 

Was hat Spargel mit der Jagd zu tun? In diesem Fall viel. Denn die Jäger in NRW wollen weiter streunende Katzen abschießen – und auch in anderen Punkten wettern sie gegen die strenge Reform des NRW-Jagdgesetzes. Deswegen planten mehrere 100 Weidmänner eine Protest-Demo zur Eröffnung der Spargelsaison in Werne – denn dazu hatte sich NRW-Umweltminister Johannes Remmel persönlich angekündigt. Kurzfristig blieb er weg. Wegen der Jäger-Demo.

Umweltminister Johannes Remmel

NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

 

Nach dem landesweiten Aufruf der Jägerschaft, den Start in die Spargelsaison für einen lautstarkem Protest gegen das Jagdgesetz  zu nutzen (sie wollten dazu auch Jagdhunde mitbringen), hatte sich „die Branche zur Absage der Veranstaltung entschlossen“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Ministerium.  Die Jäger wettern schon seit Wochen gegen Remmel, der noch in diesem Frühjahr die Verschärfung des Jagdgesetzes durch den Landtag bringen will. Die Jäger fordern eine ganze Serie von Änderungen – darunter auch die,weiter streunende Katzen abschießen zu dürfen. Im Kreis Unna wurden im vorigen Jahr rund 100 freilaufende Samtpfoten von Jägern getötet.

Spargel gehört zwar nicht zum klassischen Zielobjekt eines Jägers – doch die Grünröcke wollen dem Umweltminister möglichst großen Druck machen.

Zur Wiedergutmachung schickte Remmel der Spargelkönigin und den Bauern übrigens eine Einladung ins Ministerium. Für die Absage der Spargelbauern zeigte er Verständnis: „Ich kann nachvollziehen, dass sich die Spargelbetriebe in NRW nicht instrumentalisieren lassen wollen.“

Kommentare (1)

  • Stefan Werner

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    Was soll das werden? Alte Männer in Seppelhüten proben den Salonaufstand?

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