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Jäger fordern in der Brutzeit Leinenzwang – bzw. Hausarrest – für Katzen

Was Hundehaltern auferlegt wird, soll auch Katzenbesitzer nicht aus die Pflicht nehmen. Jäger in NRW bringen einen Leinenzwang für Katzen während der Brut- und Setzzeit in die Diskussion.

Das sei nur „folgerichtig“, schreibt die Jägerschaft Osnabrück,  schließlich müssten auch Hunde zum Schutz vor Jungvögeln und Wildtierbabys an der Leine gehen. Alternativ zur Idee, eine Katze an die Leine zu legen (was sich vermutlich nur wenige Minitiger kampflos gefallen lassen würden), schlagen die Jäger befristeten Hausarrest für Freigängermiezen vor: angelehnt an die Anleinpflicht für Hunde vom 1. April bis zum 15. Juli.

Eine Katze erlege jährlich 30 Vögel sowie mehr als 180 Kleintiere wie Frösche und Reptilien, so die Jägerschaft. Dem liegt ein Gutachten der Universität Wien zu Grunde. Aufs Jahr hochgerechnet wären das über 150 Mio. Vögel und über eine Milliarde Kleintiere.

Als „katzengerechte Alternative“ zum Anleinen schlagen die Jäger Katzenbesitzern also vor, den Freigang während der Brut- und Setzzeit entweder komplett zu streichen oder ihn auf einzelne Stunden am Nachmittag zu beschränken. Auch außerhalb der Vogelkinderstubenzeit sollten Katzen nicht endlos draußen streunen dürfen.

Unbedingt müsse jeder Freigänger kastriert werden, um ungezügelte Vermehrung zu verhindern und auch den Jagdtrieb einzudämmen.

 

Kommentare (5)

  • Willy

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    Hunde anleinen ist kein Problem, Katzen einzukerkern aber sehr wohl.
    Man müsste auch über ein Fahrverbot für Autos nachdenken, wenn ich sehe was so an unseren Straßenrändern an überfahrenen Tieren liegt.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Stimmt eigentlich, Willy!

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Kommentare auf fb:


    Stef Tie
    Also meine beiden kastrierten Freigänger würden mir sowas von einen Vogel zeigen…..die zerlegen mir die Hütte😱

    Rundblick Unna … dies zum Thema ANleinen…

    Britta Kolöchter Unsere Mieze wartet schon sehnlichst auf die bald rumhoppelden kleinen Häschen 🙈 glaub die Piepmätze haben ihr zu wenig Fleisch auf den Rippen…und immer diese Federn im Maul🙈🙈🙈

    Kerstin Ramacher Dieser Kommentar ist aber so etwas von überflüssig. Schlimm genug

    Rundblick Unna Ja nun, Realitätsverleugnung bringt halt nix. Freundin von mir war vor einigen Jahren auch schwer schockiert, als ihr (gar nicht so riesigengroßer) Freigänger ihr freudig ein junges Kaninchen anschleppte… :-

    Susanne Herzog Mir hat meine Katze nen Vogel gezeigt… 😁

    Degirb Gnoleic Hoffe der Vogel hat noch gelebt ????

    Rundblick Unna :-) Schön, dass ihr das Augenzwinkern dieses Vorschlags mit aufgenommen habt; dass es eher artUNtypisch ist, eine Katze an die Leine zu legen, ist auch der Jägerschaft bewusst… schmerzhafte Fleischwunden drohen :-))

    Susanne Herzog Aber jetzt mal im Ernst: wer eine Freigängerkatze besitzt, weiß, dass ein „Stubenarrest“ unmöglich ist, von der Anleinvariante ganz zu schweigen. Mir blutet auch das Herz, wenn unsere Katze uns ein Vögelchen vor die Tür legt. Aber es kommt eher selten vor.
    Ist es nicht auch eine Form natürlicher Auslese? Oder sind bestimmte Vogelarten durch eine Katzenüberpopulation gefährdet? Würde mich mal interessieren… 🤔

    Rundblick Unna In dem Bericht sind Zahlen eingefügt, die wir aber natürlich nicht wissenschaftlich nachprüfen können… tja, unser eigener Freigänger würde ein, zwei Wochen Hausarrest vielleicht noch grollend ertragen und hier in der Zeit die Stimmung verpesten, aber MONATE… ? :-/

    Thomas ReppingHat der Jäger angst das er einen Vogel zuwenig bekommt ??


    Rundblick Unna
    Schießen Jäger Amsel, Drossel, Fink und Star…? :-/

    Thomas Repping Nichts genaues weiß man 😂

    Pixie Sabsi Noela Liegt in der Natur der Katze.Von daher .Natürlich.

    Rundblick Unna Hmh, in der Natur des Hundes liegt der Jagdinstinkt, rechtfertigt das also Hetzjagden freilaufender Hunde auf Rehe…? Wäre auch „natürlich“…

    Pixie Sabsi Noela Neee.Katzen lassen sich nur nicht an der Leine legen lol

    Erna Pirelli Ich kann beide Seiten verstehen. Einerseits kann man der Mieze nur schwer erklären das gerade Brutzeit ist und sie nicht raus darf. Andererseits ist es halt so das sie ein großer Feind von frischgeschlüpften ist. Es gibt immer mehr Katzen, dagegen aber immer weniger Brutmöglichkeiten, geschweige denn genug Futter für die Vögel. Dem Mensch sei Dank. Ein zweischneidiges Schwert.

    Martina Tsatsoulis Ein Witz diese Forderung🤣!
    Eine normale Außengängerkatze an die Leine nehmen oder Hausarrest verpassen😳?!
    Tierquälerei und ein wahnsinniger Spaß für die Besitzer!
    Der dies vorgeschlagen hat, hat aber auch wirklich gar keine Ahnung!!!
    Oder?

    Birgit Sllch Hausarrest für einen Freigänger 😡 undenkbar!

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  • Landbwohner

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    Ich kann´s nicht mehr hören …………….

    Die meisten Jäger sind übrigens Industrie-Agrar-Landwirte oder Lobbyisten der Industrie-Agrar-Landwirte. Und nun dürfen Sie mal scharf nachdenken, was das mit Vögeln und Kleintieren zu tun hat. Hinweis: In jeder Stadt gibt es mehr Vögel und Kleintiere als bei uns im Dorf mit tausenden Hektar Land drumherum …………

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Zum Thema Singvogelschwund stellt der NABU fest: Zum einen sei die Brutsaison 2016 wegen der Kälte und Nässe sehr schlecht gewesen; Nässe und Kälte hätte zahlreiche geschlüpfte Jungvögel an Unterkühlung sterben lassen, die nasskalte Witterung hätte einen zusätzlichen Mangel an Insektennahrung zur Folge gehabt. „Jungvögel, die nicht an Kälte gestorben sind, seien schlicht verhungert. Viele Vogelschützer, die derzeit Nistkästen säuberten, fänden darin Nester mit toten Jungvögeln oder gar nicht erst ausgebrüteten Eiern. „Da zum Beispiel Meisen in der Regel nur einmal jährlich brüten dafür aber immer relativ viele Eier legen, fehlt jetzt der Nachwuchs aus dieser Brutsaison“, erklärt der NABU-Vogelexperte. Während es wetterbedingt immer mal wieder schlechte Jahre für die Vögel gebe und so ein Ereignis meist in den Folgejahren wieder ausgeglichen werde, beobachten Vogelschützer seit Jahren zudem ein generelles Problem für den Vogelbestand. Eine ernste Gefahr stelle die Landschaftsveränderung durch die industrielle Landwirtschaft mit dem dramatischen Anstieg von Mais- und Rapsmonokulturen sowie der zunehmende Einsatz von Pestiziden dar.“

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