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Intensivtäter griff zum 11. Mal zu – und spazierte erneut in die Freiheit

Noch ein weiterer Diebstahl fehlt zum runden Dutzend. Dennoch darf dieser 24 jährige Taschendieb weiter in Freiheit herumspazieren bzw. -fahren.  Dem couragierten Eingreifen zweier Reisender war seine erneute (vorübergehende) Festnahme am Wochenende nach einem Diebstahl in einem ICE geschuldet.

Bestohlen wurde ein 65-jähriger Reisender beim Stopp des ICE im Dortmunder Hauptbahnhof. Als er sich zum Aussteigen anschickte, schnappte sich ein junger Dieb eine Tasche des Seniors, um sofort damit aus dem Zug zu verschwinden. Das alles ging derart schnell, dass das Opfer den Diebstahl nicht einmal bemerkte.

Dafür aber 2 couragierte Zeugen (44/63), die dem frechen Dieb hinterher eilten und ihn samt Beute zur Bundespolizeiwache am Bahnhof verfrachteten. Dort stellte sich heraus, dass der 24jährige Algerier bereits in mehr als 10 Fällen wegen Diebstahls- und Betrugsdelikten polizeibekannt ist. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde der Intensivtäter dennoch später wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen, schreibt die Bundespolizei. Ein (weiteres) Ermittlungsverfahren wegen Taschendiebstahls wurde gegen den Mann eingeleitet, der derzeit in Bochum gemeldet ist.

Immerhin blieb dem klammheimlich bestohlenen Reisenden dank des vorbildlichen Einsatzes der beiden Zeugen ein Schaden in Höhe von 250,- Euro erspart.

Achtung – Zivilcourage kann auch gefährlich werden!

Aus aktuellem Anlass geben wir wiederholte Warnungen der Polizei weiter. Am Dienstagabend wurde in einem Park in Essen ein Jogger niedergestochen, als er einer Frau zu Hilfe kam.

Wie die Polizei berichtet, joggte der Mann gegen 19 Uhr durch den Lührmannwald, als er sah, wie 2 Männer eine Frau auf dem Waldweg bedrängten. Sofort  schritt der Jogger zur Tat und forderte das Duo auf, von der Frau abzulassen. Daraufhin wandten sich die beiden ihm zu, drohten Schläge an und verlangten die Herausgabe von Handy und Kopfhörern. Der Bedrohte weigerte sich. Den folgenden Hieben konnte er noch ausweichen, doch als er sich insbesondere gegen einen der Angreifer zur Wehr setzte, stach ihm der andere ein Messer in den Bauch.

Anschließend flohen die Unbekannten. Auch die zunächst angegriffene Frau hatte bei Eintreffen der Polizei wenig später bereits das Weite gesucht.

Der Niedergestochene hatte Glück im Unglück. Eventuell ist es nur seinem guten Trainingszustand zu verdanken, dass die Bauchverletzung nicht lebensbedrohlich war. Er muss nach seiner notärztlichen Versorgung am Tatort in einer Klinik weiterbehandelt werden.

Die flüchtigen Täter sollen zwischen 23 und 28 Jahren alt sein und ein südländisches Erscheinungsbild haben. Untereinander redeten die zwei in einer unbekannten Sprache, ihre Anweisungen formulierten sie in gutem Deutsch. Während beide mit dunklen Trainingsjacken und Base-Caps bekleidet waren, war einer auffallend groß (1,9 Meter) sein Komplize etwas kleiner (über 1,8 Meter). Beide Männer hatten einen Vollbart.

Der zuständige Ermittler vom Raubkommissariat bittet etwaige Zeugen und insbesondere die zunächst angegriffene Frau (etwa Mitte 40, blonde schulterlange Haare) dringend, sich unter der Telefonnummer 0201/829-0 zu melden.

 

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