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In Wohnung in Lünen 2 Kleinkinder getötet – Mutter (28) in geschlossene Psychiatrie

Der Tatvorwurf war erdrückend: „heimtückischer Mord in zwei Fällen“. Heimtückisch, d. h. unter Ausnutzung der Wehrlosigkeit ihrer Opfer,  hätte eine 28jährige dreifache Mutter in Lünen Anfang November ihre beiden älteren Kinder getötet: ein 4jähriges Mädchen und einen 1 jährigen Jungen.

Danach verletzte sich die Syrerin schwer bei dem Versuch, sich selbst umzubringen. Heute (13. Juni) legte die beschuldigte Mutter vor dem Dortmunder Schwurgericht ein Geständnis ab. Da die 28-Jährige als psychisch schwer krank gilt, wird sie dauerhaft in eine geschlossene Klinik eingewiesen, berichtet der Lokalsender 91,2.

Die Beschuldigte habe zur Tatzeit unter Wahnvorstellungen gelitten. „Irgendwann habe sie keinen anderen Ausweg mehr gesehen, als ihre beiden älteren Kinder zu töten und anschließend sich selbst das Leben zu nehmen“, zitiert der Dortmunder Radiosender die Aussage der Frau vor dem Schwurgericht.

Sie selbst schnitt sich nach der Bluttat an ihren beiden Kindern – die sie im Schlaf erstach – die Pulsadern auf, wurde jedoch noch rechtzeitg von ihrem Ehemann (37) gefunden. Dieser will laut seiner Zeugenaussage weiter zu seiner Frau halten, sieht sie mehr als Opfer denn als Täterin. Er kümmert sich derzeit alleine um das gemeinsame jüngste Kind.

Rückblick.

Die Tragödie passierte am 2. November 2016 abends 22 Uhr in der Wohnung der Familie in Lünen. Die 28jährige Mutter, die gemeinsam mit ihrem Ehemann noch einen damals erst 3 Wochen jungen Säugling hat, gestand bei einer Anhörung die Tötung der Kinder sofort ein.

Ein eindeutiges Tatmotiv konnten die Ermittler nicht erkennen; sie prüften daher, ob der traumatisierende Flüchtlingshintergrund der syrischen Familie eine Rolle gespielt haben könnte oder eine Wochenbettdepression. Der Ehemann belastete seine Frau bei seiner Vernehmung noch in der Tatnacht schwer. Gegen ihn gab es kein Verdachtsmoment.

Gegen die 28 Jährige wurde unmittelbar nach ihrer Einlassung Untersuchungshaftbefehl beantragt. Da sie sich  beim Versuch, sich das Leben zu nehmen, schwer verletzte, wurde sie am 4. November ins Justizvolllzugskrankenhaus Fröndenberg gebracht.

Die beiden Kleinkinder wurden im Schlaf von ihrer Mutter erstochen.

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