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In Massen angekommen – und jetzt? Diskussion zum Flüchtlingsthema mit grüner NRW-Sprecherin

In der Landesstelle Massen angekommen – und dann? Darüber wollen die Grünen am heutigen Mittwoch, 11. 2., ab 19 Uhr in ihrem Bürgertreff SpontUN an der Wasserstraße mit interessierten Besuchern diskutieren.

Monika Düker

Zu Gast ist Monika Düker (Bild), flüchtlingspolitische Sprecherin der grünen NRW-Landtagsfraktion. Sie wird den Weg skizzieren, den die Menschen vor sich haben, wenn sie in der Landesstelle ankommen. Und sie wird allgemein zur Flüchtlingspolitik des Landes NRW Stellung beziehen.

Bereits im Dezember, erinnern die Grünen in ihrer Einladung, diskutierten sie bei der Veranstaltung „Platz ist da“ über die Zukunft der ehemaligen Landesstelle Massen. „Damals wurde sie nur als Notunterkunft genutzt, wenn Dortmund-Hacheney überfüllt war. Mittlerweile ist sie als Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 800 Geflüchtete freigegeben. Aber vorerst nur für zehn Jahre. Für uns ist die Öffnung der ehemaligen Landesstelle Massen ein erster Schritt in die richtige Richtung.  Aber es stehen noch viele Fragen offen“, betont Dorothee Kuckhoff,  Sprecherin des Grünen-Ortsverbandes. So fehlt etwa die Antwort auf die Frage, was mit dem Gelände passiert, wenn in zehn Jahren die Vereinbarung zwischen Land und Stadt über die Nutzung abläuft.

Die Partei fordert eine Unterbringung ohne Zaun und mit Anschluss an die Gesellschaft. „Die weltpolitische Lage und der Klimawandel lassen vermuten, dass immer mehr Menschen aus ihrer Heimat flüchten müssen. Umso wichtiger ist es, dass die Bevölkerung von vornherein an dem Integrationsprozess beteiligt ist,“ merkt Fraktionssprecherin Charlotte Kunert an. „Massen galt immer als Beispiel gelungener Integration.“

Das sei schwierig, denn die wenigsten Flüchtlinge, die in Massen ankommen, bleiben länger als eine paar Tage. Trotzdem will die Partei zusammen mit anderen Organisationen der Stadt Unna Momente der Begegnung schaffen.

Im März werden bei der Aktion „Grün sucht Rad“ alte und vielleicht reparaturbedürftige Fahrräder zusammen mit Geflüchteten verkehrstauglich gemacht. So können sie allein oder bei gemeinsamen Radtouren mit ortskundigen Bürgern die Gegend erkunden.

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