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Immer mehr Fraktionen sagen „Ja“ zu Kolter

Die Sympathiebewegung für den amtierenden Bürgermeister Werner Kolter (re.) wächst im Stadtrat munter weiter.

Nach der SPD,  die ihren populären Amtsinhaber gestern Abend erwartungsgemäß einstimmig für die Direktwahl 2015  nominierte – eine Formsache – und nach den Bündnisgrünen wollen auch die Piraten den populären SPD-Bürgermeister bei dessen erneuter Kandidatur unterstützen. Dies teilte die Fraktion, Vorsitzender Christoph Tetzner und Vize Heike Palm, heute Morgen auf Nachfrage mit.

Die Linkspartei (2 Mandate) hat sich noch nicht erklärt, wie sie´s mit der Kandidatenfrage halten will. Für die FDP (ebenfalls 2 Sitze) richtete ihr Stadtverbandsvorsitzender Michael Baumhoff bereits auf eine Anfrage Ende Mai etwas kryptisch aus: „Von unserer Seite ist im Moment hinsichtlich der Bürgermeisterfrage nichts geplant. Aber was nicht ist….“, ließ er wohlweislich offen, was möglicherweise noch werden könnte. Immerhin hat Martin Bick, Vorsitzender der arg geschrumpften Zweimann-Fraktion, sogar schon Erfahrung als Bürgermeisterkandidat. Wahrscheinlich ist es aber eher nicht, dass er sich zum zweiten Mal eine solche „Mission impossible“ antun wird, ebenso wenig wie es wohl von der Verbindung aus Freien Wählern und Freier Liste Unna  (FW/FLU) zu erwarten ist.

Hier hat sich Fraktionschef Klaus Göldner persönlich schon früh und offensiv gegenüber unserer Redaktion dazu bekannt, dass er Werner Kolter unterstützen wird. Er gehe davon aus, sagte er mehrfach, dass die deutliche Mehrheit der „Freien“ derselben Meinung sein wie er und Kolter mittragen werde.

Klaus Göldner, FW/FLU

Pro Kolter: Klaus Göldner (FW/FLU), Fraktionschef der Bürgerliste.

Schmidt Meinolf

Noch nicht erklärt hat sich Meinolf Schmidt (FW/FLU) als Vorsitzender der Bürgerliste.

Meinolf Schmidt (Bild oben) als 1. Vorsitzender der unabhängigen Bürgerbewegung hat sich noch nicht zur „BM-Frage“ geäußert. Klaus Göldner erwartet, dass „Kollege Schmidt jetzt zeitnah – wie er sagt – eine Vereinssitzung einberufen wird. Ich habe nicht davon gehört, dass jemand aus den Reihen der Freien seine Kandidatur angekündigt hätte.“

Bliebe es somit der CDU überlassen, den Wählern am 13. September 2015 eine – wenn auch nur theoretische – Alternative zu bieten. Wie Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Meyer am 3. Oktober von seinem Urlaubsort aus der Redaktion ankündigte, wird das Thema jetzt zunächst in den Ortsunionen intensiv diskutiert. Sodann gibt es eine Stadtverbandssitzung. Meyer schloss im Gespräch mit Rundblick nicht aus, dass es zu dieser wichtigen Frage – die CDU ist immerhin zweitstärkste Kraft im Rat mit 15 Sitzen – einen Mitgliederentscheid der 220-köpfigen Basis geben wird.

Angesichts der drängenden Fragen, mit denen sich Unnas Lokalpolitiker noch bis Mitte Dezember beschäftigen müssen – Zukunft der Lindenbrauerei, Zukunft der Eissporthalle, Haushaltssicherungskonzept, Sanierung der Fußgängerzone und Ähnliches mehr – ist es nicht zu erwarten, dass die CDU ihre „K-Frage“ noch in diesem Jahr entscheidet.

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