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Im Alter sicher(er) im Straßenverkehr: Senioren klären Senioren auf

Wann sollten sich Ältere einer Fahreignungsprüfung unterziehen? Wieso ist es so wichtig, beim Radfahren helle, gut sichtbare Kleidung zu tragen, am besten mit Reflektoren? Alle erdenklichen Themen rund um den Straßenverkehr beackern die 14 älteren Frauen und Männer, die sich momentan zu Seniorenberatern für Verkehrsunfallprävention ausbilden lassen. Sie werden die ersten Seniorenfachkräfte sein, die die Kreispolizeibehörde momentan gezielt in Unfallprävention schult. Die Verkehrssicherheitsberater Christiane Kleinemas und Thomas Glaser geben der Gruppe in einer intensiven Beschulung das nötige Handwerkszeug mit.

Polizeidirektor Hans-Dieter Volkmann zeigte sich zum Start der Ausbildung hocherfreut über das Engagement der Seniorenhelfer. Ihre Aufgabe wird es sein, Gleichaltrige (in Seniorenkreisen, Vereinen etc.) auf die besonderen Risiken und Gefahren bei der Verkehrsteilnahme hinzuweisen – insbesondere unter altersbedingten Einschränkungen, die mancher ältere Mensch verdrängt.

Unterstützt wird das ehrenamtliche Projekt vom Verein ProSi (Verein für Kriminalprävention, Jugendschutz und Verkehrssicherheitsarbeit im Kreis Unna e.V.). Auch Landrat Michael Makiolla, Vorsitzender des Vereins, besuchte das laufende Seminar. Er erklärte den Teilnehmern, wie wichtig es sei, ihre Altersgenossen kompetent für die Verkehrsrisiken zu sensibilisieren, und bedankte sich für die Bereitschaft, diese Aufgabe ehrenamtlich zu übernehmen.

Die neuen Seniorenberater werden in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Polizei ihre zukünftige Aufgabe angehen. Ein ständiger Erfahrungsaustausch und ein Auffrischen der Thematik werden in regelmäßigen Abständen erfolgen.

Die Präventionspalette der Kreispolizeibehörde Unna, die bereits mit der Verkehrspuppenbühne im Kindergartenalter beginnt, ist somit um einen weiteren Baustein erweitert worden.

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