Rundblick-Unna » „Ich mache dich tot!“ Polizeibekannter Dieb und „Gleisläufer“ rastet komplett aus

„Ich mache dich tot!“ Polizeibekannter Dieb und „Gleisläufer“ rastet komplett aus

Dass der Gleisbereich kein Spielplatz ist, wollten Bundespolizisten Sonntagfrüh einem 22-jährigen Guineer erklären. Dieser hielt sich widerrechtlich in den Gleisen des Dortmunder Hauptbahnhofs auf. Von den Beamten angesprochen spurtete er los – seine Flucht führte durch den gesamten Hauptbahnhof und den U-Bahnbereich.

Vor dem Hauptbahnhof erwischten die Polizisten den renitenten jungen Mann, der sich gegen eine Festnahme wie ein Wilder mit Schlägen und Tritten wehrte – Pfefferspray wurde notwendig, um den komplett außer Rand und Band geratenen Westafrikaner zur Wache zu verfrachten. Beim Anlegen der Handfesseln verletzte der 22 Jährige einen Bundespolizisten aber so stark am Arm, dass dieser seinen Dienst abbrechen und sich in ärztliche Behandlung geben musste.

Auf der Wache stellte sich heraus, dass es sich bei dem 22-Jährigen um keinen Unbekannten handelte:

Bereits am Karfreitag war er mit einer geklauten Geldbörse am Hauptbahnhof erwischt worden und zuvor schon diverse andere Diebstähle und Schwarzfahren begangen. „Auf dem Revier rastete er dann völlig aus, stürmte auf die Beamten zu, schrie „Ich mache dich tot!“ und versuchte, die Beamten mit Faustschlägen niederzustrecken“, schreibt die Pressestelle der Bundespolizei in ihren Einsatzbericht. Auch hier verletzte der Angreifer einen Beamten. Dieser konnte jedoch seinen Dienst weiterverrichten.

In beiden Fällen leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein. Weiterhin wird gegen ihn wegen Bedrohung, Beleidigung und dem unbefugten Aufenthalt im Gleis ermittelt.

Kommentare (9)

  • Helmut Brune

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    Ich bin gespannt, was jetzt mit ihm geschieht.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Vorerst nichts.

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  • Willy

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    Kein Haftgrund.
    Bisschen mehr Gummiknüppeldeeskalation täte der öffentlichen Ordnung sicher gut. Lieber einen leicht lädierten Täter, als mehrere verletzte Beamte.
    (Meine Meinung)

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    • fürst

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      Willy, ich teile Deine Meinung. Mir fällt auf, daß es immer öfter dazu kommt, daß Polizeibeamte nach Tätlichkeiten gegen sie ihren Dienst nicht fortsetzen können.

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  • Mike

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    Na sicher, sofort wieder freilassen, nicht das er noch lernt, dass er etwas Falsches gemacht hat. Dazu muss man ja erst über 90 mal auffallen….

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Austicken können im Übrigen nicht nur junge Herren aus Afrika, sondern ebenso junge Damen aus Deutschland: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70116/3614908

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  • Willy

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    Na, ruhige Hausmütterchen sind je etwas aus der Mode gekommen.

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  • M.B.

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    Eine Frage der Willkommenskultur.
    Wenn der junge Mann den Aufenthalt auf aktiven Gleisbetten von zu Hause gewöhnt ist, kann man ihn ja erstmal für ein paar Tage auf einem solchen belassen.
    Und dann täglich ein Stück weiter davon entfernen, bis er von dort weg ist, wenn das noch nötig sein sollte.
    Das sollte funktionieren und beugt weiterem Ärger vor, da bin ich ganz sicher.
    Andererseits ist seine Affinität zu Gleisbetten und Bahnhofsvorhallen vielleicht auch Ausdruck von Heimweh. Auch dabei kann doch geholfen werden.

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  • Siedelmann Horst

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    Es ist unfassbar, was sich die Polizei in unserem Land gefallen lassen muss. Wenn wir uns in der ihren Ländern so benehmen würden, kämen wir nicht mehr lebend heim. Deshalb, in solchen Fällen muß die Schusswaffe eingesetzt werden.

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