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Hundezählung beendet: Stadt wertet jetzt die Ergebnisse aus

Schwarzhunden auf der Spur: Sieben Wochen lang ging ein Privatunternehmen im Auftrag der Stadt Unna von Tür zu Tür und zählte – ja, schlicht: Hunde. Die Ermittlung schwanzwedelnder „Steuerflüchtlinge“ ist seit Samstag beendet.

Bei unseren Lesern stieß sie auf verhaltene Begeisterung. Die meisten äußerten sich kritisch, manche verärgert, einige ließen Hohn und Spott freien Lauf. Nun ist die Aktion offiziell abgeschlossen. Die Stadt wertet nun das Ergebnis aus, berichtete Stadtsprecher Oliver Böer auf Anfrage unserer Redaktion.

„Die Ergebnisse der Hundebestandsaufnahme werden in den Sommerferien zusammen gestellt und ausgewertet“, schrieb uns Böer auf unsere Anfrage. „Ich gehe davon aus, dass wir nach den Sommerferien die Öffentlichkeit entsprechend informieren können.“

Hund Tierheim

„Was guckst du?! Häh? Ich bin angemeldet!!“

Aufgrund verärgerter Lesermeldungen stellte Oliver Böers Kollegin Katja Sahmel vor einem Monat noch einmal explizit die Aufgabe der Hundezähler klar: Für die Mitarbeiter der beauftragten Privatfirma sei es schlichtweg nicht relevant, ob ein Hund angemeldet sei oder nicht. So kontrollierten sie mitnichten Steuermarken, die am Halsband klimperten (oder eben auch nicht). Das Unternehmen habe schlicht die Aufgabe, eine ,Bestandsaufnahme´ aller Hunde in allen Haushalten durchzuführen, also tatsächlich die ,Hunde zu zählen. Diese Zählung macht keinen Unterschied zwischen angemeldeten und nicht angemeldeten Hunden. Insofern sei diese Information für die Zählerauch nicht von Bedeutung.

Laut Sahmel wird die Firma eine Erfolgsprämie für jeden neu angemeldetem Hund kassieren, den die siebenwöchige Aktion zeitigte. Deswegen war für die „Hundezähler“ bis zum letzten Tag buchstäblich jeder Wauwau interessant.

 – Die Stadt Unna erhofft sich durch die „Schwarzhundeermittlung“ mehr Hundesteuerannahmen. 440 000 Euro kassierte sie im vorigen Jahr von Unnas Hundebesitzern (pro Monat beträgt die Steuer für den Einzelhund ca. 9 Euro, bei mehreren Tieren liegt die Steuer pro Hund höher). Sie geht davon aus, dass derzeit rund 10 Prozent der Hundehalter in Unna ihre Tiere nicht angemeldet haben. Diesen „Steuerflüchtlingen“ will sie mit der Hundezählung Beine machen.

charles

„… öhh… ich auch. Wuff! Kannst du Herrchen fragen!“

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