Rundblick-Unna » Hubschrauber-Flugstunde über Unna hatte Seltenheitswert – Sprecher der Fliegerpolizei freut sich über gute Wünsche an die Flugschüler

Hubschrauber-Flugstunde über Unna hatte Seltenheitswert – Sprecher der Fliegerpolizei freut sich über gute Wünsche an die Flugschüler

Für erhebliches Aufsehen und Diskussionen bis in die Nacht hinein auf unserer Facebookseite sorgte der Hubschraubereinsatz, bei dem am späten gestrigen Abend vier Helikopter mehrere Stunden über Unna und den anliegenden Städten kreisten – schwerpunktmäßig zogen die knatternden Fluggeräte über Massen ihre Runden.

Wie noch am Abend auf Rundblick berichtet, ließ die Bundespolizei ihre Auszubildenden eine Nachtflugstunde absolvieren. Die blauen Helikopter (siehe unser Foto / Bildquelle: Bundespolizei) waren in der Dunkelheit naheliegend nicht an ihrer Farbe und dem Emblem zu erkennen. Deshalb bereitete der Flugeinsatz schon einigen Bürgern ernste Sorgen. Andere fanden hingegen das Schauspiel am Abendhimmel eher spannend und unterhaltsam.

Warum so ein lautstarker abendlicher Einsatz nicht vorher angekündigt wird, wollten einige unserer Leser wissen? Unsere Redaktion stellte diese Frage am Morgen bei der Bundespolizei-Fliegergruppe in St. Augustin. Die Antwort, auf einen kurzen Nenner gebracht: Weil die genauen Routen der Flugschüler erst kurzfristig festgelegt werden, oft erst während des Flugs.

Wobei es Seltenheitswert hatte, dass sich Flugschüler aus St. Augustin bis ins östliche Ruhrgebiet „verirrten“. Klaus Claaßen, Pressesprecher der Fliegerpolizei,  zeigt gerade deswegen natürlich Verständnis dafür, dass Bürger irritiert bis aufgeschreckt auf das Geknatter reagierten. Diese nächtlichen Ausbildungsflüge kämen nur selten vor – zwei Mal im Jahr, immer jeweils im Januar/Februar und dann wieder im Oktober/November. „Es muss ja schon dunkel sein“, liefert der Flugpolizeisprecher die logische Begründung.

Und noch seltener erstreckt sich eine Flugstunde eben bis in den Kreis Unna. „Das kommt praktisch nie vor“, erklärt Klaus Claaßen, insofern konnten die Unnaer gestern einem raren Schauspiel beiwohnen.

Die jungen Polizeianwärter fliegen in EC 120er oder -135-er Schulungsmaschinen mit Nachtsichtgeräten, erläutert Klaus Claaßen. Die Nachtflüge sind Bestandteil einer Ausbildung, die aus mehreren Modulen besteht. „In der lokalen Presse hier in Bonn und St. Augustin kündigen wir solche und andere Flüge kurzfristig an“, erklärt der Bundespolizeisprecher. „Die Routen werden aber noch kurzfristiger festgelegt, weshalb breitere Streuung der Presseinformation keinen Sinn macht.“

Dass einige Rundblick-Leser den Flugschülern gutes Gelingen für ihre Flugprüfung wünschen, freut Klaus Claaßen. „Das werde ich gerne mitnehmen und weitergeben, vielen Dank. Meist bekommen wir von Bürgern nur Beschwerden über Lärm.“

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