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HSK: Zweijähriger verhungerte – Bewährungsstrafe für Sozialarbeiterin

Weil eine Mutter ihr 2 jähriges Kleinkind verhungern ließ, ist die verantwortliche Jugendamtsmitarbeiterin aus dem Hochsauerlandkreis heute zu 6 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Medebach sah fahrlässige Tötung als gegeben an.

Zusätzlich verhängt das Gericht noch eine Geldstrafe gegen die 29-jährige Sozialarbeiterin, die nach Überzeugung der Richter den jämmerlichen Tod des kleinen Jungen vor 3 Jahren in Winterberg mit verantwortet hat. Das Kind starb an Unterversorgung.

Die Mitarbeiterin des Jugendamtes habe ihre Pflichten vernachlässigt, zitiert der WDR Südwestfalen heute aus der Urteilsbegründung. Sie hätte sich zu wenig um die Familie und die Kinder gekümmert (nur ein Hausbesuch seit seiner Geburt). Die Anklage gegen die Sozialarbeiterin erging zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung, denn das Schwesterchen des kleinen Jungen (damals noch kein Jahr alt) war ebenfalls stark unterversorgt. Es konnte aber gerettet werden.

Die Verteidigung will in Berufung gehen.

Der allein erziehenden 9 fachen Mutter wird ab Herbst vor dem Landgericht Arnsberg der Prozess gemacht. Sie muss sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge verantworten.

Kommentare (3)

  • Regina

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    Ich bin entsetzt. Eine alleinerziehende Mutter von 9!!!! Kindern wird in 2Jahren nur einmal besucht????? Das darf ja wohl nicht wahr sein. Mutmasslich hat die alleinerziehende Mutter ja wohl ein Problem. Da steht man doch alle 4 Wochen auf der Matte. Sorry, ich kann das alles nicht nachvollziehen. Eine andere Person wandert hinter Gittern, weil sie 4 mal schwarz gefahren ist. Was ist denn hier los??????

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Eine schreckliche Geschichte, ja, Regina. :-(

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    • fürst

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      Regina, Ihnen meine absolute Zustimmung!
      Vermutlich sitzen die „Sozialarbeiterinnen“überwiegend gemeinsam Kaffee trinkend und palavernd in ihren Diensträumen rum, wenn sie nicht gerade spazieren fahren und sich später zu schreibende Protokolltexte über vorgebliche Hausbesuche ausdenken.
      Ich glaube nur an wenige wirklich interessierte und engagierte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. – Und wieder einmal haben deutsche staatliche Stellen völlig versagt!
      Mir tun die Kinder sooooo leid!

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