Rundblick-Unna » Hilferuf von Parfümeriechef Gerd Pieper: 300 Ladendiebstähle am Tag – „Es wird immer schlimmer“

Hilferuf von Parfümeriechef Gerd Pieper: 300 Ladendiebstähle am Tag – „Es wird immer schlimmer“

„Es wird immer schlimmer!“ Diesen Hilferuf stößt Gerd Pieper aus, Chef der Parfümeriekette Pieper aus Herne, die auch in der Fußgängerzone von Unna eine Parfümerie betreibt. Der Handelsunternehmer meint die Ladendiebstähle, die immer schlimmer werden: An die 300 seien es schon pro Tag, klagte Pieper in einem Exklusivbericht der FAZ vom 26. April.

Pieper beklagt darin einen „unhaltbarer Zustand. Es wird immer schlimmer.“ Seine 150 Geschäfte mit insgesamt rund 1200 Angestellten betreibt der Unternehmer hauptsächlich in NRW. 300 Diebstahlsdelikte am Tag seien schon die Regel, der Schaden belaufe sich bereits auf über 1 Mio. Euro pro Jahr.

Weil die Fallzahlen ungebremst weiter stiegen, hätte er bereits erheblich investieren müssen:  in Überwachungstechnik wie Kameras sowie jüngst in einen zweiten Sicherheitsbeauftragten.

Kein Einzelfall laut der FAZ-Analyse, die davon spricht, dass der Einzelhandel inzwischen „regelrecht geplündert“ werde. „Die Täter gehen bandenmäßig sowie mit zunehmender Brutalität vor“, schreibt die Zeitung, und die Strafverfolgungsbehörden gingen nach Kritik der Händler zu lasch vor.

„Eigentumsdelikte dürfen nicht als Bagatellen betrachtet werden. Staatsanwaltschaften und Gerichte sollten bei Ladendiebstählen auf die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung nur in Ausnahmefällen zurückgreifen und Taten stattdessen konsequent strafrechtlich sanktionieren“, wird z. B. der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE, Stefan Genth, zitiert. Der Pieper-Chef beklagt gegenüber der FAZ: „Wenn wir einen Diebstahl anzeigen, wird das Ermittlungsverfahren in aller Regel eingestellt. Es ist frustrierend zu sehen, dass der Täter mindestens einmal ohne Folge stehlen darf; das lässt mich am Rechtsstaat zweifeln.“

Von den Staatsanwaltschaften, so Gerd Pieper, erhalte er in der Regel Briefe mit äußerst unbefriedigenden Begründungen: Meist wird die Tat als als „gering“ eingestuft und ein „öffentliches Interesse“ an der Strafverfolgung als nicht gegeben erachttet. „Staatsanwälte haben offenbar das Gefühl, dass der Diebstahl eines Parfüms für 20 Euro nicht so schlimm sei“, zitiert die FAZ den frustrierten Unternehmer. „Sie sehen den Einzelfall, ohne zu registrieren, dass uns das Produkt zig-mal geklaut wird. Die Staatsanwälte sollten sich mal in unsere Geschäfte stellen und das mitmachen, was meine Mitarbeiter jeden Tag erleben.“

Im Kreis Unna (außer Lünen) wurden im vorigen Jahr 1026 Ladendiebstähle angezeigt, 24 mehr als 2015. Aufgeklärt wurden 88 Prozent. (Quelle: Kriminalitätsstatistik 2016 der Kreispolizeibehörde Unna)

Einbrecher der weiße Transporter

Die Zahl der schwerwiegenden Diebstähle ist laut HDE zwischen 2013 und 2016 um fast 30 % gestiegen. Die FAZ zitiert Bundesinnenminister de Maizière, der vorige Woche betonte, dass laut aktueller Kriminalstatistik der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen und darunter der Asyl-Zuwanderer höher sei als ihr Anteil an der Bevölkerung – bei allen Delikten. Er verwies auf Tätergruppen aus Algerien, Tunesien, Marokko, vom Balkan und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

NRW schneidet bei allen Delikten wieder mit  am schlechtesten ab. Beim Ladendiebstahl geht es dabei immer öfter um Intensivtäter. Häufig schlagen organisierte Banden auf Bestellung ausländischer Hintermänner zu. Bezogen auf alle Delikte hat sich der Anteil von tatverdächtigen Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Vergleich zum Vorjahr von 38,5 auf 40,4 Prozent erhöht. Kriminelle Flüchtlinge aus den Maghreb-Staaten stellen eine deutlich höhere Zahl der Tatverdächtigen als alle anderen Zuwanderer. Ihre Asylanträge sind fast chancenlos.

 

Kommentare (4)

  • Dagobert

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    Da würde mich jetzt mal interessieren, welche Partei Herr Pieper bei den nächsten Landtagswahlen wählen wird……. :-)

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  • Willy

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    Na, was wählt denn ein anständiger und weltoffener Bürger? Und die Ladenbesitzer sollen sich nicht so anstellen, Kultur hat halt ihren Preis.

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    • Dagobert

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      Dann hoffen wir alle mal, dass spätestens in der Anonymität der Wahlkabine das Hirn der anständigen und weltoffenen Bürger zurückkehrt. :-)

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Kommentare auf fb:

    Thomas Gragen Ich frage mich warum er dann keinen Sicherheitsdienst angagiert der mit einem Doorman in jeder Filiale steht.
    Und da meine ich nicht so ein Spargel wie bei Douglas. Dies schreckt schon ab.

    Rundblick Unna Das wird er nach den schon eingeleiteten Maßnahmen vermutlich als Nächstes machen.

    Thomas Gragen Im leben nicht. Das könnt ihr mir glauben.
    Das weiß ich als Insider. 😎

    Rundblick Unna Warum fragst du dann? :-)

    Thomas Gragen Rein rhetorisch

    Rundblick Unna Rhetorische Fragen mögen bitte ebenso wie Ironie gekennzeichnet werden. *seufz*

    Thomas Gragen
    Ihr seid aber auch pingelig

    Rundblick Unna Ja, genau das sagt man uns nach. *TRIEF IRONIE“

    Silke Krüger
    Sehr witzig, wer bezahlt dann das Sicherheitspersonal? Das wird dann auf die Ware umgelegt, die ganzen Kosten für diese ach so tolle Flutung von Deutschland darf der Bürger tragen. Es grenzt an Geisteskrankheit die Grenzen werden nicht geschlossen aber innerhalb des Landes muss man sich sichern wie im Hochsicherheitstrakt.

    Brigitte Habermann Ich wurde hier darauf hingewiesen, da´ja nichts schlimmer geworden ist im Gegensatz zu früher! Meine Meinung ist da anders!

    Ingo Jensch So ist das eigentlich mit allem seitdem es offene Grenzen gibt. In Autobahnnähe werden ganze Strassenzüge geplündert und so weiter.

    Rita Seiffert Es wird immer schlimmer……. und es wird noch schlimmer

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