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Hey tonight! Rockender Auftakt der Revival-Reihe mit CCR im Kühlschiff

Spätestens beim Forever-Evergreens „Proud Mary“ gab es im knallvollen Kühlschiff kein Halten mehr, und als die vier unermüdlich ackernden Jungs auf der Bühne spät – und ungeduldig erwartet – „Bad Moon Rising“ anstimmten, flippten die Dauertanzenden vor der Bühne endgültig aus und wirbelten sich an den Händen haltend laut mitsingend im Kreis herum. Kinder, welch ein Sixtees-/Seventees-Revival.

CCR Revival Band

„Wenn Schweißtropfen zusammen mit der geballten Energie der Creedence-Songs von der Bühne fliegen, ist das ganz sicher die CCR Revival Band“, schreibt dieses gestandene Musikerquartett selbstbewusst auf seiner Homepage und hat ja sowas von Recht. Tatsächlich gab es in zwischen den ausklingenden Sechzigern und frühen Siebzigern wohl nur eine wahre „Superband“: CCR, die als Headliner des legendären Woodstock-Festivals mehr Schallplatten verkauften als die Beatles. Sowas muss man erst mal annähernd schaffen.

CCR Revival

CCR Revival: das sind Frontmann Peter „Willie“ Wilcek Roland, Schlagzeuger Rolli „The Rooster“ Reuter („Rooster hits the washboard“), 5-Sterne-Gitarrist Jens „Poorboy“ Petersen und Bernd“Blinkie“ Reuss („Blinkie thumbs the gut-bass“). Peter, dessen Rock-Röhre tatsächlich täuschend an John Fogerty erinnert, bezeichnet sich selbst als „übergewichtigen Schreihals aus Passion“ und hat „nur wenige Hobbies: Musik, Musik, Musik und dann Essen + Trinken (gerne, viel und gut)“. Das sagt im Prinzip schon alles drüber aus, wie dieses im besten Sinne Altherren-Musikerquartett drauf ist: Bestens sind sie drauf, die vier. Und schon „zum gefühlt zehnten Mal heute hier in Unna“, begrüßte „Blinkie“ nach den ersten beiden Songs sein Publikum, das sich naheliegend vornehmlich aus CCR-Zeitzeugen und Vertretern der Woodstock-Nachfolgeära zusammensetzte.

CCR Revival Kühschiff Publikum

Doch es kam durchaus aus zu überraschenden Treffen der Generationen: Ganz vorn an der Bühne verausgabten sich pausenlos rockend, headbangend und sogar twistend (!) zwei Youngster, die schon optisch den Altersdurchschnitt im Kühlschiff locker um 20 Jahre nach unten drückten: Renée und Laura, aus Münster angereist; Renée gerade gerade 30 geworden, die blonde Laura 21. Zwischen zwei fetzigen Rock´n Roll-Einheiten bekannten die beiden jungen Rockfans Erstaunliches: „Ich find´ diese Musik genial, ich hör´ nichts anderes!“, verkündete Renée, und, bevor er wieder zur Bühne losspurtete zum Weitertanzen: „Ich hab´ ausschließlich Schallplatten zu Hause – also die richtigen, die aus Vinyl!“

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So kommt offenbar alles wieder, womit die Lindenbrauerei mit ihrer Revival-Reihe goldrichtig liegen dürfte. Wiederkommen wird auch die CCR Revival Band, das dürfte sicher sein, zum gefühlt dann elften, zwölften oder 20. Mal – sie zog am Samstagabend eine Fanschleife bis aus Heidelberg (!) mit sich nach Unna.

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Mit dieser Retro-Reihe macht der Lindenbrauerei sowieso keine Location weit und breit was vor; und so bedankte sich „Willie“ Wilcek Roland – „übergewichtiger Schreihals aus Passion“ – auch  nach über zwei Stunden leidenschaftlichen Röhrens und Rockens schweißbedeckt speziell bei Technik und Orga: „Das ist jedes Mal top hier! Einfach supergenial, vielen vielen Dank!“

 


Retro-Konzerte im Kühlschiff – mit diesen Bands geht´s weiter:

Freitag, 13. 2., 20 Uhr: The Queen Kings – Tribute to Queen and Freddie Mercury (auch nicht zum ersten Mal in der „Linde“ on stage);

– Samstag, 21. 2., 20 Uhr, Morrison Hotel – A tribute to The Doors;

– Samstag 28. 3.: Coldplay – tribute to Coldplay;

– Freitag 10. 4.: ReMode – Depeche Mode-Tribut

– Freitag 24. 4.: Still Collins – Tribute to Phil Collins & Genesis.

Los geht´s immer um 20 Uhr, Karten kosten im Vorverkauf meist um die 15 Euro, an der Abendkasse 3 Euro zusätzlich. Alles Weitere unter http://www.lindenbrauerei.de/veranstaltungen.html

 

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