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Hattrick geschafft: Frömern bejubelt 45 % – Das dritte Fröndenberger Dorf bekommt schnelles Internet

… Strike! Geschafft! Und Hattrick. Das dritte Fröndenberger Dorf springt auf den schnellen Datenhighway. Frömern hat am letztmöglichen Tag die 40 Prozent geknackt – und zwar deutlich. Jetzt kann der Vertragspartner Muenet das moderne Internet per Breitbandausbau auch hier auf den Weg bringen.

Es war eine knappe Kiste Am heutigen Samstag endete die Frist für Vertragsabschlüsse mit Muenet, und mindestens 40 Prozent der Haushalte mussten sich zur Unterschrift entschließen – es drohte verflixt eng zu werden, doch auf den letzten Metern (buchstäblich) griffen noch die entscheidenden fehlenden Dorfbewohner diese Chance beim Schopf. Sie würde so schnell nicht wiederkommen, hatten die Organisatoren – „Multiplikatoren“, wie sie sich nennen – immer  wieder gewarnt. Es könne Jahre dauern, bis sich z. B. die Telekom im letzten Dorf vor der Stadtgrenze Unnas für zeitgemäßes Internet engagiere. Jetzt ist es jedoch geschafft. Ab Samstagnachmittag sauste die erleichterte Jubelnachricht durch die sozialen Netzwerke: „45 Prozent! Geschafft!!“

Muenet konzentriert sich im Gegensatz zur Telekom bewusst auf weiter vom Stadtkern liegende Ortsteile und Dörfer. In Fröndenberg hat das Unternehmen bereits Ostbüren und die Hohenheide kommunikationstechnisch flott gemacht. Geschäftsführer Patrick Nettels zeigte sich noch vor 14 Tagen bei einer Info-Veranstaltung vor der Bäckerei Klems gänzlich überzeugt davon, dass Frömern die notwendige Zahl der Vorverträge ebenso zusammenbekommen werde wie zuvor die Hohenheider und Ostbürener. „In Ostbüren lagen wir 14 Tage vorher auch noch deutlich unter 20 Prozent”, erinnert er an die erste Aktion für schnelles Internet auf Fröndenberger Stadtgebiet im Sommer. “Wenige Tage vor Ablauf der Frist hatten 40 Prozent unterschrieben – und drei Tage danach auf einmal 58 Prozent.”

Der Umstieg von Schneckenlahm auf Glasfaser bedeutet für die Frömerner einen Zeitsprung vom Mittelalter ins digitale Jetzt: Derzeit dümpelt das Dorf mit 0,3 bis 1 Mbit. Mit dem Ausbau werden schwindelerregende 75 Mbit erreicht. Damit wird das Internet nicht nur fix, sondern auch zuverlässig, freuen sich die bis in die Haarspitzen motivierten Multiplikatoren: Das Hauptärgernis für viele Frömerner ist bisher nicht die Lahmheit, sondern die Instabilität des Internets.

Die Multiplikatoren werden alsbald weiter berichten, wie sich die weiteren Schritte gestalten. Generell braucht Muenet drei bis höchstens sechs Monate für den Ausbau. Damit hieße es bereits im Sommer: Digitale Schneckenpost – Ade!

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