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Hamm: Frau sticht Mann nieder – Keine Haftgründe

Wohl weil keine Fluchtgründe bestehen, wurde eine 33jährige Frau aus Hamm heute früh nach einer schweren Messerattacke gegen ihren Begleiter wieder nach Hause entlassen; obwohl sie direkt nach der Bluttat flüchtete.

Die 33Jährige stach gegen 23:35 Uhr nach einem heftigen Streit ihren Begleiter mit einem Messer in Bockum-Hövel auf der Oswaldstraße nieder. Der 35-jährige Mann erlitt schwere Verletzungen, wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nach Auskunft der Polizei nicht.

Die Täterin flüchtete zunächst zu Fuß vom Tatort, konnte aber im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen kurze Zeit später vorläufig festgenommen werden. Sie wurde von der Kripo vernommen und danach –  nach Absprache mit der zuständigen Staatsanwältin – entlassen, schließt die Polizei diesen Bericht.

Kommentare (14)

  • Andrea

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    Willkommen in Absurdistan!

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    • Silvia Rinke

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      Wirklich absurd. Sie ist ja sogar noch geflohen… :-/

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  • fürst

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    „…nach Absprache mit der zuständigen Staatsanwältin…“
    ist sicher zutreffend formuliert.
    Suggeriert aber eine einvernehmliche Regelung zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft.
    Daran glaube ich nicht.
    Es wird vielmehr so gewesen sein, daß die Polizei über die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl beim Amtsgericht erwirken wollte, den eben nur die Staatsanwaltschaft dort beantragen kann.
    Weil die Staatsanwaltschaft genau das nicht wollte, blieb der Polizei nur die Möglichkeit Freilassung.
    Die Polizei also funktionierte, die StA hingegen nicht.

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  • Jörg

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    Unsere Justiz:

    Kein Interesse mehr an Urteilen (ist ja lästige Arbeit), kein Interesse mehr an Wiedergutmachung für Opfer, kein Interesse mehr, durch die Polizei eingefangene Straftäter einer Strafe zuzuführen.

    Nicht nur Absurdistan, die BRD ist kein Rechtsstaat mehr, eine durch und durch Bananenrepublik. Was mit Merkels Abschaffung der Einwanderungskontrolle begann, setzt sich nun weiter fort. Die Justiz hat kapituliert und kein Interesse mehr daran, Gesetze durchzusetzen.

    Ein Freifahrtschein für alle…..

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  • Wunderlich

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    Ohne Kenntnisse über den Sachverhalt wird hier mal wieder eine Entscheidung kritisiert und die Justiz angegriffen.
    Es ging ein Streit voraus … und Ende der Information.
    Hatte sie Rechtfertigungsgründe, z. B. Notwehr?
    Hatte sie Tötungsabsicht oder wehrte sie sich, weil sie anders keine Möglichkeit sah, und machte den Mann durch den Stich lediglich angriffsunfähig?
    Keine Ahnung, aber zumindest schon mal eine Meinung.
    Ein Jäger, der einen südoseuropäischen Einbrecher tötete, wurde vor nicht allzulanger Zeit noch regelrecht bejubelt.
    Merkt ihr eigentlich, was für einen Stuss ihr hier manchmal äußert?

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    • Silvia Rinke

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      1. Der Mann war unbewaffnet, 2. er wurde schwer verletzt und nicht nur angriffsunfähig gemacht; 3. das Weitere muss geklärt werden, richtig.

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    • Nee, gar nicht

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      Dieser BRD-Staat ist voller Vergewaltiger-, Totschläger-, Mörder- und Justizversteher.
      Und deshalb ist es in diesem BRD-Staat so wie es ist.

      Als Opfer sind sie nur noch ein Übel ……..

      Am besten die Kartons mit den Akten in den Keller. Das ist die neueste Methode.

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    • fürst

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      „Schön“ zergliedern und sezieren. Bis nichts mehr übrig bleibt. Außer der Erkenntnis einer schweren Kindheit und sonstiger traumatischer Erfahrungen, die einen Schuldvorwurf unmöglich, ja, sträflich erscheinen lassen.

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      • Silvia Rinke

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        Sollte man nicht erst mal abwarten, fürst?

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        • wunderlich

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          Mein Reden.

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  • Wunderlich

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    Schwerverletzt ist man, wenn stationäre Behandlung erforderlich ist.
    Stich in den Oberschenkel wäre da beispielsweise ausreichend. Angriffsunfähig wäre er damit wahrscheinlich trotzdem.
    Meine Kritik bezog sich darauf, ohne Hintergrundinformation in maßloser Art Kritik zu äußern.

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  • Wierumer

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    „von der Kripo vernommen und danach entlassen, schließt die Polizei diesen Bericht.“ Haftgründe?? gibt es in diesem Fall ebenso wie in den unzähligen anderen Einzelfällen nicht. Was von unserer Justiz zu erwarten ist hat Thomas Fischer (Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof) wieder unter Beweis gestellt bei Maischberger. Brechreiz war die geringste Nebenwirkung bei den Ausführungen des Richters. Eigentumsdelikte, Raub, Totschlag werden offensichtlich als resozialisierbare Vorgänge ohne Haftgrund betrachtet selbst dann wenn „polizeibekannt“ und mehrfache Vorstrafen vorliegen. Aber keine Sorge, bei Verkehrssündern kann unsere Justiz ja wieder mal richtig mit dem Strafmaß zulangen und den eigenen Gerechtigkeitssinn wieder ins Lot bringen..

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  • fürst

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