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Halsbrecherische Verfolgungsjagd in Dortmund: Polizei fahndet mit Hubschrauber nach flüchtigem BMW

Unter Hubschraubereinsatz suchte die Dortmunder Polizei gestern einen… nein, keinen flüchtigen Schwerverbrecher, auch keine akut vermisste und gefährdete Person. Nein: einen wild davonrasenden Unfallflüchtigen im dunklen BMW. Die Facebookgemeinde erging sich schon in wildesten Vermutungen: „Da steckte doch mehr dahinter!“ Gleichwie: Diese Unfallflucht an sich hatte schon ein bisschen was von den Straßen von San Francisco…

Geschehen gestern Vormittag mitten in Hörde. Eine Polizeistreife will einen dunklen BMW kontrollieren; ganz harmlos. Plötzlich gibt der Fahrer Vollgas und rast davon.

Die Streife bleibt dem Fluchtauto zunächst dicht auf der Stoßstange. Auf der Wittbräucker Straße gerät der BMW dann jedoch bei einem halsbrecherischen Überholmanöver zum Teil in den Gegenverkehr – und rammt hintereinander zwei Fahrzeuge: einen Dacia und einen BMW. Unmittelbar zu diesem Zeitpunkt bricht die Polizei die Verfolgung ab, um keine Menschenleben zu gefährden, hat jedoch zwischenzeitlich Verstärkung durch einen Polizeihubschrauber angefordert. Dieser kreist weiter über dem Gelände.

Die 57-jährige Frau und der 20jährige Mann am Steuer der beiden gerammten Wagen werden durch die Wucht der Kollisionen verletzt, müssen mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.  Der wild gewordene Unfallflüchtige rast weiter die Wittbräucker Straße hinunter.

Kurze Zeit später wird das beschädigte Fluchtfahrzeug im Bereich einer Straße aufgefunden, die ausgerechnet „Schlapper Pfad“ heißt – schlapp steht der BMW tatsächlich dort herum, von dem Fahrer fehlt jede Spur. Zeugen berichten, dass zwei Personen aus dem BMW gesprungen sind und zu Fuß in unbekannte Richtung flüchteten. Das verlassene Auto weist zudem zwei gefälschte Kennzeichen auf.

Die weiteren Ermittlungen führten die Beamten dann zu einer Adresse in Dortmund-Hörde. Hier treffen die Beamten auf einen polizeibekannten Dortmunder und eine junge Frau, die eine verdächtige Ähnlichkeit mit den Zeugenbeschreibungen der flüchtenden Personen am Schlappen Pfad aufweisen. Und: Vor der Wohnung stehen zwei weitere Autos mit gefälschten Kennzeichen. Fall also ziemlich klar: Festnahme.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf über 12.500 Euro.

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