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Haarsträubende Flucht: Alkoholisierter Geisterfahrer rast rückwärts auf Stadtautobahn vor Polizei davon

Rückwärts und entgegen der Fahrtrichtung mitten in der Nacht auf der Stadtautobahn vor einer Polizeistreife fliehen – und dabei Kopf und Kragen auch völlig unbeteiligter Verkehrsteilnehmer riskieren. Wieder mal ein abschreckendes Beispiel dafür, was Alkohol mit Menschen anstellt. Bzw.: Wie haarsträubend verantwortungslos sich manche Zeitgenossen ohne Rücksicht auf Verluste aufführen.

Der offenkundig alkoholisierte Autofahrer, von dem hier die Rede ist, hat heute Nacht gegen 0.45 Uhr auf der „Stadtautobahn“ OW III 3a ein Streifenteam in Atem gehalten. Er raste als Geisterfahrer rückwärts vor der Polizei davon.

Die Beamten wollten den schwarzen Honda am Ausbauende der OW III 3a kontrollieren und gaben dem Fahrer Anhaltezeichen. Der Mann stoppte auch kurz – um plötzlich aber Gas zu geben und rückwärts entgegen der Fahrtrichtung von den Beamten zu flüchten.

Mit eingeschaltetem Blaulicht sausten die Polizisten dem Flüchtenden hinterher. Andere Verkehrsteilnehmer mussten dem rückwärtsfahrenden Honda teilweise ausweichen – man stellt sich diese Szenen filmreif vor.

Bei seiner Chaosfahrt kam der Fahrzeugführer mit seinem Honda immer wieder nach links von der Fahrbahn ab, bis er schließlich in Höhe der Anschlussstelle Dortmund-Hafen gegen die Schutzplanke prallte und zum Stillstand kam. Die Beamten, die gleich danach ankamen, wiesen ihn energisch an, sein Fahrzeug zu verlassen. Das tat er aber nicht. Er blieb stur mit eingeschaltetem Motor einfach sitzen und ignorierte die Beamten. Daraufhin musste einer der beiden Polizisten leider zu brutaleren Mitteln greifen und die Seitenscheibe der Fahrertür einschlagen. Der „Rückwärtsfahrer“ musste buchstäblich aus dem Fahrzeug gezogen und festgenommen werden, er wollte partout seinen Wagen nicht verlassen.

Dass er zur Flucht allen Grund gehabt hatte, war schnell offensichtlich: Ein Atemalkoholvortest ergab einen „deutlichen Promillewert“.

Die Polizisten nahmen dem unverletzten 36-Jährigen den Führerschein ab. Dem einschlägig bekannten Mann erwartet jetzt unter anderem eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

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