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Gute Laune-Poprock aus Howi siegt vor Metal unter Plastikpalmen

Muted Noise aus Holzwickede feiert den Sieg bei RuhrtourLive Foto: Silvia Rinke

Muted Noise aus Holzwickede feiert den Sieg bei RuhrtourLive Foto: Silvia Rinke

And the winner is…. „Holzwickede! 215 Gesamtpunkte, herzlichen Glückwunsch!“ Ohrenbetäubendes Kreischen schall durch die Fröndenberger Kulturschmiede, und im thriumphalen Bad in der Menge bahnten sich die fünf Gute-Laune-Poprocker des „gemäßigten Lärms“ namens Muted Noise strahlend ihren Weg zur Bühne, wo sie die Arme reckten. Siegerband der Ruhr Tour Live 2014!

Basic Error aus Fröndenberg und Unna jubelt über Platz 2. Foto: Silvia Rinke

Basic Error aus Fröndenberg und Unna jubelt über Platz 2. Foto: Silvia Rinke

Platz zwei bleibt in Fröndenberg bzw. geht nach Unna: Basic Error, vier junge Punkrocker, deren Stil schon als „Metal mit Plastikpalmen“ bezeichnet wurde, ergatterte bei allen Auftritten zusammen einschließlich dem Finale 191 Punkte: respektabler zweiter Sieg. Insgesamt gaben fünf Bands im Finale der Ruhr Tour Live drei Stunden lang alles: punkig, rockig, poppig, melodiös, mit knallharten Gitarrenriffs, dröhendem Schlagzeug und wildem Headbanging.

Die knapp 200 Fans sangen mit und rockten ab. „Ein toller Abend, eine tolle Ruhr Tour Live. Ihr seid klasse! Vielen Dank!“, rief Organisator Charly Rückert vom Fröndenberger Kulturbüro um 22.30 Uhr von der Bühne, auf der Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe und Landrat Michael Makiolla Urkunden überreichten und mit jeder Band stilgemäß die La Ola-Welle vollzogen.

20 Bands, zehn Konzerte – ein Sieger

Das Publikum beim Ruhrtour-Live-Finale. Foto: Silvia Rinke

Das Publikum beim Ruhrtour-Live-Finale. Foto: Silvia Rinke

20 Bands, sieben Veranstalter, zehn Konzerte, Preise im Wert von 2000 Euro für die Newcomerbands, und das Publikum entscheidet mit seinen Kreuzchen über die Besten mit. Zum neunten Mal lieferten sich nach diesem Erfolgsrezept junge Musikgruppen aus dem ganzen Kreis ihren eigenen Wettbewerb, der ihnen buchstäblich eine Bühne bietet. „Wenn man immer nur allein im Keller vor sich hin probt, weiß man nicht, ob man gut ist oder schlecht. Man bekommt auch kein Gefühl für Publikum“, weiß Charlie Rückert aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung als Bandmusiker.#

„Ich bin immer noch selbst vor jedem Auftritt ein Nervenbündel“, setzt der fast 61-Jährige hinzu, „zu meiner Frau sage ich dann immer: Wenn ich irgendwann kein Lampenfieber mehr habe, sag mir Bescheid – dann höre ich auf.“

Neben Fröndenberg und Holzwickede, deren aktive Bandszenen die Ruhr Tour Live 1999 begründeten, waren im Finale Bergkamen mit von der Partie (Nazca Lines – Platz 3), Selm (Skittle Alley – Platz 4) und Werne (Those were the days – Platz 5). (sia)

Skittle Alley aus Selm ließ das Publikum bei "Ruhr Tour live" headbangen. Foto: Silvia Rinke

Skittle Alley aus Selm ließ das Publikum bei „Ruhr Tour live“ headbangen. Foto: Silvia Rinke

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