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Gutachter prüft Zukunftsoptionen der drei Innenstadtgrundschulen

Die Anne-Frank-Realschule soll auslaufen, Gymnasien und Gesamtschulen nur noch begrenzt Schüler aus Nachbarkommunen aufnehmen: Diese Handlungsempfehlungen gibt Schulentwicklungsplaner Dr. Ernst Rösner der Stadt Unna im Bereich der weiterführenden Schulen auf den Weg (Rundblick berichtete). Bis zur letzten Schulausschusssitzung vor Weihnachten am 2. Dezember müssen sich die Fraktionen und die Schulen selbst nun zu den Vorschlägen positionieren.

In derselben Sitzung wird Rösner auch zur Grundschulfrage beziehen. Während die Dorfschulen vorerst gesichert sind, stehen jetzt insbesondere die drei Innenstadtgrundschulen – die Falkschule (Falkstraße 5, ca. 200 Kinder), die katholische Katharinenschule (Bornekampstraße 1, ca. 330 Kinder) und die Nicolaischule am Nordring 30, mit ca. 110 Kindern die kleinste des Trios.

Wie geht es mit ihnen weiter? Können alle drei erhalten werden, will die Politik das überhaupt? Die CDU will es auf jeden Fall, für sie gilt wie bei den kleinen Grundschulen auf den Dörfern auch für die Innenstadtkinder „kurze Beine – kurze Wege“. Bisher gab es zu diesem Thema zwei mögliche Handlungsoptionen: entweder in die vorhandenen Standorte investieren – oder bzw. und gleichzeitig ein komplett neues Grundschulzentrum in zentraler Lage errichten, vorzugsweise am Hertinger Tor. Mit dieser Option liebäugelte bis zur Haushaltssperre vor allem offen die SPD.

Für die Verwaltung ist ein Millionen schwerer Neubau aufgrund der finanziellen Knebel zunächst kein Thema mehr. Sie formuliert ihre „Auftragsbeschreibung“ für den Schulgutachter Dr. Rösner wie folgt: „Nachdem von dem Vorschlag zur Errichtung eines neuen Grundschulzentrums aufgrund der veränderten finanziellen Rahmenbedingungen Abstand genommen werden musste, besteht alternativ nunmehr die Frage nach Erhalt und Möglichkeit der Weiterentwicklung der langfristig stabilen Standorte. Hierzu wird die Verwaltung Herrn Dr. Rösner beauftragen, zur Situation der drei Innenstadtgrundschulen gutachterlich bis zur Sitzung des Schulausschusses am 2. Dezember 2014 Stellung zu nehmen.“ Soll heißen: Rösner wird bis zur Dezember-Ausschusssitzung auch zu den drei Innenstadtgrundschulen Zukunftsszenarien entwerfen und Handlungsempfehlungen ausgeben – ähnlich wie bereits für die weiterführenden Schulen geschehen.

Konkrete Entscheidungen müssen bis zum Ende dieses Schuljahrs fallen, mahnt die Verwaltung eine gewisse Eile an. Nur so könne die Stadt bis zur kommenden Anmelderunde im September 2015 „für alle Beteiligten eine verlässliche Basis schaffen“.

 

 

 

 

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