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GSG-Literaturkurs spielt „Arsen und Spitzenhäubchen“

GSG-Unna-Literaturkurs-Arsen-und-SpitzenhäubchenIm Idealfall werden neue Menschen aus ihnen. Halbwegs neue Menschen, besser gesagt. Auf der Bühne mischen sich Rolle und eigene Persönlichkeit zu einem faszinierenden neuen Ganzen. Dann werden aus Schülern und Schülerinnen Polizisten, treu sorgende Neffen oder mordgierige Monster – ganz so wie es die neue GSG-Produktion „Arsen und Spitzenhäbchen“ verlangt – und bleiben doch immer zu einem großen Teil sie selbst. Auch wenn dies so schwer fallen kann, wie Lena es jetzt erlitten hat.

Darum gut es in dem Stück

Lena spielt den im Look des Frankenstein-Monsters agierenden Bösewicht Jonathan Brewster, der für seinen Bruder Mortimer die wohl größte Herausforderung auf der Bühne darstellt. Als hätte Mortimer nicht schon genug damit zu tun, seine beiden gutwillig zu Massenmörderinnen gewordenen Tanten Abby und Martha vom Zugriff der Polizei zu schützen.

Wie die verflixt komplizierte Sache sich entwickelt und ausgeht, kann das geneigte Publikum am Donnerstag, 12., und Freitag, 13. Juni, jeweils ab 19 Uhr auf der Bühne der Erich-Göpfert-Stadthalle erleben.

Drei Hauptrollen sind doppelt besetzt

Die beiden Aufführungen werden sich in erster Linie durch die doppelte Besetzung der drei Hauptrollen Abby, Martha und Mortimer unterscheiden. Drei Rollen mit sehr großem Textanteil, den für die Aufführung einzustudieren schon „eine gewaltige Leistung“ darstellt, wie Regisseur Albert Hartmann weiß. „Das macht man sich ja manchmal gar nicht mehr klar, dass die Schülerinnen und Schüler diese Stück praktisch neben dem ganz normalen Schulalltag einstudieren“, betont der Leiter des Literaturkurses. Egal ob sich die Schüler gerade auf Klausuren vorbereiten müssen, ob sie für Noten kämpfen oder auch noch andere Belastungen schultern: donnerstags wird einstudiert und geprüft. Nach sieben Stunden Unterricht trifft sich der Kurs für drei weitere Stunden, um die Aufführung vorzubereiten.

Ein ganzes Schuljahr lang dauert diese Arbeit – und in ihrem Verlauf verändern sich die Schülerinnen und Schüler. Lernen ihre Rollen kennen, identifizieren sich mit ihnen, entwickeln mehr und mehr Spielfreude und werden irgendwann zu einem Team, in dem man sich gegenseitig inspiriert.

Ein letzter Schuss an Inspiration wird sich dann in der Generalprobe am Vorabend ereignen. „Wenn der Vorhang aufgeht und man die vielen Zuschauer wahrnimmt, dann steigert sich alles noch einmal“, weiß Albert Hartmann aus vielen GSG-Produktionen in der Stadthalle. Ein mitreißendes Erlebnis ist also sicher. Auf den die Welt bedeutenden Brettern ebenso wie ein paar Meter davor auf gut gepolsterten Zuschauersesseln.

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