Rundblick-Unna » Grundschuldiskussion drängt mit Macht auf die Tagesordnung; Ab 2016 dauerhaft unter 500 i-Männchen

Grundschuldiskussion drängt mit Macht auf die Tagesordnung; Ab 2016 dauerhaft unter 500 i-Männchen

Mit Macht drängt sich jetzt gleich zu Beginn der neuen Ratsperiode die Schuldiskussion auf die Tagesordnung. Zum letzten Mal werden im kommenden Schuljahr mehr als 500 i-Männchen mit der Schultüte im Arm strahlend vor Vorfreude ihrem großen Tag entgegenstapfen. Danach brechen die Anmeldezahlen drastisch ein.
Schon der Einschulungsjahrgang 2015 wird prognostiziert fast 50 Kinder weniger an die Unnaer Grundschulen bringen. In den weiteren Jahren sinken die Schülerzahlen sacht, aber stetig weiter.
Eher kurz- als mittelfristig ist deshalb politisches Handeln angesagt. Denn dass die drei Innenstadt-Grundschulen von Unna dauerhaft zu halten sein werden, ist realistisch betrachtet unwahrscheinlich, weil diese Schulen eben denn auch genügend Schüler benötigen. Dadurch wird die Diskussion um ein neues Grundschulzentrum an der Hertingerstraße nach Überzeugung der SPD so aktuell wie nie. Bestmöglichen Unterricht für jedes Unnaer Kind in Unna garantieren, an einfach erreichbarem, zentralem Standort: Von diesem Leitziel aus will die SPD ihre Überlegungen und Diskussionen steuern. Wie soll der ideale Grundschulstandort Unna aussehen, wo soll er sich befinden?
In jedem Fall, fordert die SPD, müsse es den Schulen ermöglicht werden, Inklusion zu realisieren – personell wie räumlich. Die Kinder bräuchten allgemein zum Lernen moderne Unterrichts- und Fachräume sowie ausreichend Platz, um sich Lernstoffe selbstständig anzueignen.
Der Einschulungsjahrgang für das kommende Schuljahr wird nach dem aktuellen Anmeldestand 527 Kinder groß sein, ganz ähnlich viele wie im Vorjahr. Zum bisher einzigen Mal rutschten die Zahlen 2012 unter die 500er-Marke. Das wird fortan aber die Regel sein. Die Prognosen der Stadt für die nächsten Jahre: 2015: 454 Erstklässler, 2016: 460, 2017: 455 und 2018 nur noch 453. Für die Innenstadtgrundschulen nicht unrelevant ist die schon aktuelle Schieflage zwischen den Schulen: 88 Kinder schult im August die Katharinenschule ein – nur 20 hingegen die Nicolaischule, obgleich sie so zentral wie sonst keine liegt. (Silvia Rinke)

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