Rundblick-Unna » Grüne Welle für Busse zwischen Unna und Kamen – bald auch auf dem Ring: Fußgänger warten jetzt länger auf Grün

Grüne Welle für Busse zwischen Unna und Kamen – bald auch auf dem Ring: Fußgänger warten jetzt länger auf Grün

Da kann man sich buchstäblich schon mal die Beine in den Bauch stehen, bis die Ampel Grün zeigt. Entlang der kompletten Friedrich-Ebert- und Kamener Straße hat der Landesbetrieb Straßen.NRW die Ampelschaltungen „angepasst“: Grüne Welle für Busse ist jetzt geboten.

In logischer Folge – wer´s noch nicht selbst gemerkt hat – warten Fußgänger vor den Anforderungsampeln entlang der B 233 jetzt teils deutlich länger auf Grünlicht.

Friedrich-Ebert-Straße

Entlang der Friedrich-Ebert- und der Kamener Straße ist die Grün-Anforderung per Funk durch die Busfahrer bereits umgesetzt. Hier brauchen Fußgänger seither einen längeren Geduldsfaden – je nachdem, ob gerade ein Bus kommt oder gerade durchgefahren ist.

Speziell an der Fußgängerampel an der Friedrich-Ebert-/Ecke Luisenstraße fällt die Änderung extrem negativ auf: Denn hier sprang die Ampel zuvor binnen Sekunden auf Grün, sobald man den Knopf gedrückt hatte. Jetzt hingegen? „Dauert es bis zu eineinhalb Minuten“, bestätigte die Stadtverwaltung im Verkehrsausschuss auf eine entsprechende Anfrage des Grünen-Ratsherrn Karl Dittrich.

Rote Fußgängerampel

Bedarfsgrün für Busse bedeutet im Umkehrschluss: bis zu eineinhalb Minuten Wartezeit für Fußgänger, ehe die Ampel nach Anforderung auf Grün springt.

Dittrichs Parteifreund Michael Griesohn-Kluth (in Wurfweite zur Luisenstraße wohnend) habe schon mehrfach eine Anfrage an die Stadt gestellt, jedoch keine Antwort erhalten, gab Dittrich die Kritik weiter. Griesohn-Kluth bereite deswegen schon einen Bürgerantrag vor. Ändern würde der nichts mehr. Denn der Landesbetrieb optimiert den ÖPNV-Fluss auf Unnas Hauptverkehrsachsen, nimmt sich nach der B233 zwischen Unna und Kamen jetzt den Verkehrsring vor.

Die „grüne Welle für den ÖPNV“ wird technisch machbar, indem die Busfahrer per Funk die Ampelanlagen steuern können. Bedeutet: pünktlicheres Ankommen für die Busgäste; bedeutet auch weiterhin grüne Welle auf dem Ring für alle dort Fahrenden, sofern sie sich dem langsameren Tempo der Busse anpassen. Denn diese rollten meist nur mit Tempo 30 über den Ring.

So wird das (ohnehin aus Lärmschutzgründen diskutierte) Tempo 30-Gebot auf Unnas Verkehrsring de facto schon eingeführt – ohne dass dafür extra 30er-Schilder angeschafft werden müssten…

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