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Grüne schlagen Kunsteis für die Eissporthalle vor: „90 % Energiekosten sparen“

Kunsteis statt Echteis:  Mit dieser Empfehlung an die Betreiber der Unnaer Eissporthalle schalten sich die Grünen in die Finanzierungsdiskussion des heimischen Eissports ein.

Die Fraktion B 90/Die Grünen schlägt vor, dass der Rat eine Empfehlung an die Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) und die Ice & Fun-GmbH als Pächterin ausspricht. Es soll geprüft werden, ob eine Kunststoffbahn an  Stelle der konventionellen Eisbahn effektiv Kosten sparen könnte. Die Grünen sind sehr überzeugt davon.

In ihrer Begründung des Antrags schreiben sie:

„Kunststoffplatten anstatt der herkömmlichen Eisbahn werden international schon erfolgreich eingesetzt. Die Kunststoffbahn bietet eine adäquate Alternative zum Einsatz von Eis, ohne dass dafür Nachteile in Kauf genommen werden müssen.“

Eine künstliche Eisbahn sei durch eine verbesserte Energieeffizienz nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch kostensparender. Kunststoffplatten – logisch – müssen nicht gekühlt werden und kommen somit, wie die Grünen beim Hersteller in Erfahrung brachten, mit nur 10% der Betriebskosten aus. „Daraus ergibt sich zusätzlich die Option, die Eishalle unabhängig von der Außentemperatur auch außerhalb der Saison zu öffnen. Die Platten werden mit Nut und Feder auf einer flachen Ebene verlegt, was Installation und Austausch unkompliziert gestaltet. Laut Herstellerangaben sind die Platten nach einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren voll recyclebar“, führt die drittgrößte Ratsfraktion in ihrem Antrag aus.

Schon nach zwei Jahren könne sich die Investition rechnen – „was bei einer Vertragslaufzeit mit dem Pächtern bis  2020 für alle Beteiligten eine überlegenswerte Alternative darstellen sollte“, schließen Unnas Grüne. Eine beispielhafte Vergleichsrechnung haben sie ihrem Antrag beigefügt.

Zur Zukunft der Unnaer Eissporthalle und Perspektiven über 2020 hinaus – wenn der Vertrag mit der Pächterfamilie endet – wird nach Ostern ein „Eisgipfel“ unter Beteiligung von Politik und Verwaltung einberufen. Die Stadt hat vier mögliche Zukunftsszenarien entworfen:  Verkauf – Erbbaurecht – Abriss – oder Weiterführung der Halle wie bisher.

Eishalle Beispielrechnung

Kommentare (10)

  • Ildi Bildi via Facebook

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    Gottes Wille! Auf Kunsteis zu laufen ist furchtbar! :(

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    • Carola Schiller via Facebook

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      Es geht um 90% Energiekosten Ersparnis in einer Gemeinde, die Gefahr läuft, noch ganz andere Einsparungen vornehmen zu müssen. Das sind Luxussorgen!

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      • Silvia Kuchnia

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        Die Energiekosten zahlt der Betreiber nicht die Gemeinde !!!!!

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    • Ildi Bildi via Facebook

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      Dann sollen im Rathaus woanders sparen und nicht unbedingt erst an Kinder!!!! Zum Beispiel an Linderbrauerei und Kunst!!!!

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    • Ildi Bildi via Facebook

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      Kinder sind keine Luxus meine Meinung nach sondern unsere Zukunft Fr.Schiller!!

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  • Katja M.

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    Das ist ja nicht ihr Ernst.
    Ich kann mir kaum vor stellen das die Vereine da alle so glücklich mit sind. Es ist einfach nicht das gleiche.

    Ich jedenfalls möchte EISlaufen und nicht auf Kunststoff laufen.

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    • Ildi Bildi via Facebook

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      Nicht nur dass,sondern auf Kunsteis kann man auch nicht richtig laufen und die Kufen gehen drauf kaputt! Ich spreche aus eigener Erfahrung!!

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  • Petter Uhlenbusch

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    Da bekäme der Begriff „Eiskunstlauf“ in Unna eine ganz neue Bedeutung.

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  • Ralf

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    Ja geht`s noch? „Plastikeis“? Hätte ich raten müssen, ich hätte keine dreimal gebraucht um zu wissen, wer einen solchen Unsinn fordert. Gut, dass die GAL nichts zu sagen hat. Die würden „Echteis“ glatt verbieten.

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