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Grüne sagen „vielleicht“ zu Kolter – aber klares „Nein“ zu eigenem Bürgermeisterkandidaten

Werden die Grünen für die Wiederwahl des SPD-Bürgermeisters offensiv mitwerben? Trotz Werner Kolters heftig beklatschten „Bewerbungsrede“ beim Grünen-Neujahrsempfang mit unüberhörbaren Zugeständnissen an die Grünen ist das noch nicht entschieden. Fraktionschefin Charlotte Kunert ließ die Antwort in ihrer Neujahrsansprache, die Kolters Rede folgte, offen. Sie schließt darin nur eines dezidiert aus: einen eigenen Bürgermeisterkandidaten/eine eigene Bürgermeisterkandidatin der Grünen.

Neujahrsempfang Grüne

Charlotte Kunerts Ausblick in Stichpunkten:

– Die nächste Haushaltsplanung braucht mehr Zeit. „Einen weiteren Doppelhaushalt 2017/2018 werden wir kategorisch ablehnen.“

– Konstruktive Zusammenarbeit soll es mit allen im Rat vertretenen Parteien und Listenverbindungen geben können. Nur Inhalte zählen. „Im Gegensatz zur CDU und SPD begrüßen wir es, dass es im Rat eine bunte Mischung vieler Parteien gibt.“ Sie spiegele die Wünsche der Unnaer.

– Stichwort eigener Bürgermeisterkandidat: „Hätte diese Wahl gemeinsam mit der Kommunalwahl stattgefunden, hätte es sicherlich anders ausgesehen. Hätte hätte – Fahrradkette. Nun geht es in diesem Jahr ganz klar um eine Personenwahl. Und da haben wir eindeutig auf eine Kandidatin verzichtet. In 5 Jahren … werden wir bestimmt wieder kräftig mitmischen.“

– Das Fällen der Baumschutzsatzung war – und bleibt – aus Grünen-Sicht ein Kardinalfehler. „Bedroht sind nun gerade die älteren, gesunden Bäume ab einem Meter Stammumfang, die Höchstleistungen für den Klimaschutz vollbringen.

– Unterstützung für die Lindenbrauerei – „doch auch die anderen Kulturbereiche unserer Stadt dürfen nicht unter den Druck nur noch kommerzieller Angebote geraten. Archiv und Museum als Bewahrer und Vermittler des historischen Gedächtnisses der Stadt Unna sollen weiterhin auf mindestens dem gleichen personellen Niveau arbeiten.“

– Ohne ins Detail zu gehen: „Vielleicht muss auch das eine oder andere Projekt, wie z.B. Stadthalle oder Eissporthalle, überdacht werden.“

– Und schließlich: Einen Zaun um die Flüchtlingsunterbringungen in der Landesstelle zu ziehen „halten wir für fatal. Wir dürfen dort keine neuen Grenzen entstehen lassen, sondern im Gegenteil dafür sorgen Grenzen in den Köpfen und auf der Straße zu verhindern.“

 

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