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Grüne in Kamen kritisieren Kaserne

Die Bundeswehr möchte an der Glückaufkaserne Bäume fällen lassen, um einen Zaun bauen können. Diesen Antrag missfällt den Grünen. Die Kamener Fraktion schlägt vor, dass eine Verschiebung des Zaunes alle Bäume retten würde – dadurch verlöre die Kaserne aber einen 10 Meter breiten Streifen Grundstück.

Nach Intervention der Stadtverwaltung habe man sich auf einen Erhalt von 40 Bäumen durch eine Zaunverlegung geeinigt. Doch es stehen immer noch 40 Bäume zur Disposition, und das, obwohl es umweltverträglichere Alternativen gibt, heißt es von den Grünen.

Grüne appellieren an Vorbildfunktion der Bundeswehr

„Von einer Institution des Bundes sollte man eine gewisse Vorbildfunktion erwarten dürfen. Jeder Bürger, der einen Antrag auf Baumfällung stellt, muss ausführlich begründen, warum das notwendig ist. Auch bei jedem größeren Vorhaben mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung wird das verlangt. Nur die Bundeswehr scheint zu meinen, dass ihre Interessen oberhalb aller anderen Belange stehen.

Doch die nationale Sicherheit ist nicht von der maßvollen Verschiebung einer neuen Zaunanlage abhängig. Ihre volle Funktionalität und Sicherheit wird das Kasernengelände trotzdem behalten.

„Wir möchte die Bundeswehr daher eindringlich dazu auffordern, eine umweltverträgliche Lösung zu finden, bei der alle Altbäume erhalten werden können“, schreibt Fraktionsvorsitzender Klaus-Bernhard Kühnapfel.

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