Rundblick-Unna » Grüne bejubeln siebtes Ratsmandat – "SPD angefressen, CDU dümpelt im Schwarzen Loch"

Grüne bejubeln siebtes Ratsmandat – "SPD angefressen, CDU dümpelt im Schwarzen Loch"

Projekt 7 – geschafft! Darauf hoch die Tassen!  „Unna ist grüner geworden!“, jubelt die frühere GAL, jetzt Bündnisgrün, nach ihrem deutlichen Stimmenplus  bei der Kommunalwahl. 1,5 Prozent zusätzlich haben den Grünen das ersehnte siebte Ratsmandat beschert.

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Auf ihrer Homepage kostet die Umweltpartei ihrem Triumph genießerisch aus. „Eins Plus für Grün-Unna. Jetzt geht es ans Gestalten“, freut sich Anna Lyse auf spannende, ergebnisreiche Diskussionen im vielfarbigen neuen Stadtparlament, in dem ja – dank Überhangmandaten – alle Parteien Fraktionsstatus haben werden, einschließlich der Piraten und der FDP (die beide unter vier Prozent landeten).

Unna sei „grüner geworden“, stellt Anna Lyse  fest. „Das Zittern, ob der  neue Name – ob neue Namen – vermittelbar sind, ist vorbei.“ Der Zugewinn ist zudem  gegen den Landestrend, da die Grünen NRW-weit gering, aber immerhin 0,2 Prozent abgeben mussten.  Dorothee Kuckhoffs 18,7 Prozent in Hemmerde (Rundblick Unna berichtete) sind „natürlich die Spitze der Spitze“, freut sich Anna Lyse für ihre Parteifreundin mit. Aber auch komplett neue Gesichter zogen recht beachtlich beim Wählervolk: Wilhelm Sommer und Björn Merkord starteten beide mit fast 17 Prozent. Dass Spitzenkandidatin Charlotte Kunert ihre 15,9 Prozent der letzten Wahlen in Lünern noch auf 17,5 Prozent weiter hochschraubte, erfreute nicht nur das Grünen-Lager, stellt Lyse treffend fest.

Die gestärkten Grünen sehen in der nächsten Ratsperiode aber auch weitere Komplikationen: die „mit 4,5 Verlustprozenten angefressene SPD mit einen um 2,2 Prozent gestutzten Vorsitzenden“, die CDU mit nahezu identischem Resultat von 2009 – 28,7 Prozent – „weiter im Schwarzen Loch dümpelnd und dazu „vier Kleinstfraktionen im Selbstfindungsprozess“: Denn bei FDP und FLU/FW sehen die Grünen bereits Selbstauflösungstendenzen.

Rätselhaft ist der Umweltpartei, wieso gleich die Hälfte ihrer sechs Verlustbezirken – denn die gab´s bei aller Freude auch – ausgerechnet in Massen liegen: „Wo doch Grün als einzige Partei den Fluglärmausbau aufgegriffen hat.“ Dieses Mysterium werde  sicher bis 2020 geklärt werden können.

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