Rundblick-Unna » Großkontrolle der Wallraser-Szene: Neun getunte Pkw direkt stillgelegt – Highlight ein Golf: extrabreit, extralaut, nur 5 cm über dem Boden

Großkontrolle der Wallraser-Szene: Neun getunte Pkw direkt stillgelegt – Highlight ein Golf: extrabreit, extralaut, nur 5 cm über dem Boden

Wer Samstagabend bzw. Samstagnacht in Dortmund unterwegs war, dem könnten die vielen Polizeikontrollen entlang des Wallrings aufgefallen sein. Diese nahmen von 20 Uhr bis vier Uhr früh die sogenannte „Wallraser-Szene“ ins Visier. Und kassierten ordentlich Verkehrssünder ab. Highlight (in negativer Sicht): ein aufgemotzter, übermotorisierter und extrem tiefgelegter Golf mit 5 cm Bodenfreiheit, dröhnend laut und unzulässig verbreitert. Fahrt zu Ende – gleich Samstagnacht. Das Geschoss wurde an Ort und Stelle stillgelegt; wie der 24jährige Fahrer heim nach Hagen kam, ist nicht überliefert.

54 Fahrer waren mit überhöhtem Tempo unterwegs. 47 Verstöße blieben im Verwarnungsgeldbereich, sieben Fahrzeugführer kassierten Anzeigen. Unrühmlicher Spitzenreiter:  88 km/h  bei zulässigem Temo 50 – macht 33 km/h über Soll. „Dieser Fahrzeugführer dürfte in den nächsten Tag mit Post rechnen“, kommentiert die Polizei nüchtern und knapp.

Dicht dahinter: ein 26-jähriger Dortmunder, der in seinem Audi mit 81 km/h gemessen wurde. Besonders folgenreich könnte es für einen 18-Jährigen aus Dortmund werden: Der Führerscheinneuling wurde (ebenfalls in einem Audi – einem A3) mit Tempo 74 gemessen. Darüber hinaus erwischten die Beamten einen 29-Jährigen ohne Führerschein am Steuer. Die Fahrerlaubnis war ihm bereits entzogen worden – auf Grund eines Geschwindigkeitsverstoßes.

In neun Fällen wurden getunte Fahrzeuge umgehend stillgelegt. Ein besonders gravierender Fall war der schon eingangs erwähnte VW Golf eines 24jährigen Hageners: Mit einer Bodenfreiheit von gerade 50 Millimetern (!) schrammte der Wagen fast über den Asphalt. Ein nicht zugelassenes Lenkrad war eingebaut, die Spur der Hinterachse unzulässig verbreitert. Hierdurch zeigten sich erkennbare Schleifspuren der Reifen am Kotflügel. Ebenfalls nicht zugelassen waren die ins Auto montierten Sitze, und mutmaßlich hatte der Besitzer auch noch einen anderen Motor mit – natürlich – höherer Leistung eingebaut. Dröhnend laut war dieser Golf außerdem: „Das Auto fiel durch eine deutlich überhöhte Geräuschentwicklung auf“, schreibt die Polizei. Ein Sachverständiger legte das getunte Geschoss nach eingehender Begutachtung umgehend still.

In acht weiteren Fällen stellten die Beamten an Fahrzeugen ebenfalls technische Veränderungen fest, durch die jeweils die Betriebserlaubnis erlosch. Final gab es noch vier Anzeigen und 14 Verwarnungsgelder wegen sonstiger Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung.

Kommentare (11)

  • Andreas Pulvermacher via Facebook

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    …lach…fast wie früher

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  • Mischu Seekz via Facebook

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    Wer so doof ist. Selbst Schuld.

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  • Jessica Be via Facebook

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    Verdient 😀

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  • Helmut Brune

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    Das sind die Leute, die sich in der Gruppe stärker fühlen und sich gegenseitig aufputschen immer mehr solcher Sachen zu machen. Die denken dann, daß sie Rennfahrer sind ohne jedoch über das benötigte fahrerische Können zu verfügen. Auch auf der Autobahn brettern solche Typen mit unverantwortlich hoher Geschwindigkeit an einem vorbei und manchmal krachts dann halt und kommen unbeteiligte zu Schaden. Gut, daß die Polizei hier auftritt.

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    • Rudin

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      Oder diese Leute haben eib Hobby ubd eine Freude dem sie nachgehen können! Oder währe es Ihnen lieber, sie würden am Bahnhof rumhangen, randalieren und Drogen konsumieren?

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    • Tripple6

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      Mh ok. Dann geben wir jetzt alle unser Hobby auf. Wir schrauben nicht mehr an Autos, sonder kaufen massenweise Bier und andere alkoholische Getränke, versammeln uns am Spielplatz in Ihrer nähe, bzw. direkt an Ihrer Kreuzung. Dort wird dann gesoffen und gefeiert, dass niemand Schlaf finden wird.
      Was ist Ihnen den jetzt lieber? Menschen die Spaß an Autos haben oder rumsaufender, rumspuckender Pöpel der durch die Straßen zieht.

      Machen Sie die Augen auf. Wir sind nicht mehr in den 80er Jahren.

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  • Ersan Sahin via Facebook

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    Fast and Furious-Unna Drift…hahahahaha…

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  • Marco Faber via Facebook

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    Einbuchszahlen und Überfälle häufen sich und die brüsten sich damit den Jungs und Mädels ihre Spielzeuge wegzunehmen. Armes Deutschland.

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    • Tripple6

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      Richtig. Aber die Polizei verdient nach abgeschlossenen Fällen. Und wenn man an einem Abend 9 Autos stilllegt (Dürfen die btw nicht) hat man an einem Abend 9 abgeschlossene Fölle. Kümmert man sich jetzt um die wichtigen Bedürfnisse (Schlägereien, Überfälle oder Einbrüche) kriegt man an einem Abend nur max 2-3 Fälle. Und die nicht unbedingt abgeschlossen..

      Was man sich jetzt denkt ist jedem selbst überlassen.

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  • Jutta Bernotat via Facebook

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  • Stefan Werner

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    Gegen Rumschrauben und Verschönern hat ja prinzipiell keiner was. In der Tat besser als Saufen, Grölen, Rumpöbeln und Randalieren. Leider vergessen Einige (hoffentlich mal nur eine kleine Minderheit in der Tunerszene), dass durch diese „Spielzeuge“ und diese Art „Spielchen“ mehr Menschen verletzt oder getötet werden als durch alle Amokläufer zusammen…

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