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Grausiger Fund zweier skelettierter Babyleichen: Morgen beginnt in Lünen der Prozess

In einer völlig zugemüllten Wohnung in der Dortmunder Nordstadt machten Ermittler vor zwei Jahren nach einem Brand eine grausige Entdeckung: zwei skelettierte Babyleichen fanden sich zwischen den Abfallbergen.

Der schreckliche Fall machte im Oktober 2012 bundesweit Schlagzeilen. Morgen (10. 12.) beginnt vor dem Lünener Amtsgericht der Prozess gegen die heute 31-jährige Mutter.

Sie soll, so die Staatsanwaltschaft Dortmund in ihrer Anklage, ihre Kinder unter Missachtung der Fürsorgepflicht „in einer hilflosen Lage im Stich gelassen haben“. Zudem lautet der Tatvorwurf auf Körperverletzung. Die Mindeststrafe bei Verurteilung wäre ein Jahr Haft, im Höchstfall sieht das Gesetz zehn Jahre Freiheitsentzug vor.

Die damals alleinerziehende Frau hatte – ein unfassbarer Gedanke – buchstäblich Jahre mit ihren toten Babys in der Wohnung zugebracht. Die eine Säuglingsleiche war beim Auffinden bereits skelettiert, den Todeszeitpunkt lag laut Gerichtsmedizin schon eineinhalb Jahre zurück. Als es starb, war dieses Kind sechs Monate alt.

Auch das zweite Baby lag über Monate tot in der Wohnung – es durfte nur vier kurze Wochen leben. Das Dortmunder Jugendamt beteuerte damals, von den Kindern nichts gewusst zu haben. Sie waren heimlich geboren und nie standesamtlich gemeldet worden.

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