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Gesellig was bewegen: Katholische Frauen freuen sich auch auf evangelische Männer

Evangelische Männer in der katholischen Frauengemeinschaft. Ja, ist klar. – „Aber ja!“, bekräftigen Petra Löcken und Ursula Meisel völlig im Ernst. „Man muss sich doch öffnen!“ Am Samstagnachmittag öffneten die Frauengemeinschaften des Fröndenberger Pastoralverbundes zunächst einmal die Türen der Kulturschmiede sperrangelweit und luden Frauen (aber auch Männer) an ihre extralange Kaffeetafel ein – denn rekordlang soll sie werden, und für diesen Rekord backen momentan alle kfd´s im Diözesanverband um die Wette köstliche Kaloriensünden.

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30 stolze Meter Kaffeetafel. Ilona Degenhardt (vorn), St. Marien, ist super-zufrieden.

 

25 Kilometer müssen zusammenkommen  (alle Kaffeetafeln der Diözese werden zusammengezählt). „30 Meter haben wir heute geschafft“, stellt Ilona Degenhardt mit zufriedenem Blick über die Kaffeetische fest, die sich aneinandergereiht durch den Saal schlängeln und an denen zum munteren Beiammensein mehr als 70 Frauen Platz genommen haben. Junge Frauen, ältere Frauen, einige hochbetagte Seniorinnen sind ebenfalls dabei.

Auch Männer sind zu sichten, vereinzelte versprenkelte Exemplare, die jedoch den Frauentrubel sicherheitshalber am Rande des Geschehens beobachten mit  der ihren Kaffeetassen in den Händen oder dem Kuchenteller hinter sich auf dem Thekenrand. Vor der Theke warten, appetitlich angerichtet, zehn große Platten Obst- und Streuselkuchen verlockend drauf, an der XL-Kaffeetafel verputzt zu werden.

Die Dutzende Frauen lassen sich nicht zweimal bitten, und umrahmt wird das alles von einem bunten Unterhaltungsprogramm: Der Spielmannszug Bausenhagen spielt schmissig auf, Irene Scherer animiert mit Erfolg zum Mitmachen beim Trommelworkshop. Die Kfd trommelt in eigener Sache, buchstäblich. Werbung in konzertierter Form für die größte Frauenvereinigung Deutschlands.

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Ursula Meisel, kfd Christ-König Warmen, beim Ausmarsch des Spielmannszug Bausenhagen auf dem kfd-Stuhl.

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Kaum Herren sind da. Doch ja, die „kfd 2.1.“ (eine halbe Million Mitglieder bundesweit) nimmt inzwischen gern auch Männer auf und steht seit einer geraumen Weile bereits evangelischen Christen offen. Die fröhliche weißhaarige Ursula Meisel, die sich in der kfd Christ-König Warmen ums Geistliche kümmert (Andachten, Messen vorbereiten), sitzt draußen gemütlich in der Sonne und erzählt ein bisschen davon, wie schwierig es ist, was sich die kdf für dieses Jahr vorgenommen hat: neue Mitglieder zu werben.

„Ich habe eben mal versucht, ein paar Frauen anzusprechen, die hier vorbeikamen“, berichtet die kfd-Aktive aus Warmen. „Doch sehr viele gehen schnell weiter und möchten erst gar nicht reden. Die Verpflichtung wird gescheut.“

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Mehr als zehn Platten Kuchen waren gebacken worden – tatsächlich blieb so gut wie kein Krümel übrig.

 

Von den zahlreichen Frauen, die sich hier heute Nachmittag zum geselligen XL-Kaffeeklatsch eingefunden haben, sind viele begeisterte Überzeugungstäterinnen in Sachen kfd. „Der Verband bewegt eine Menge, auch politisch!“, unterstreicht Petra Löcken, 1. Vorsitzende der kfd Bausenhagen. Und für Ursula Meisel ist der gemeinschaftliche Aspekt hauptausschlagggebend: „Es gibt viele Frauen, die alleine sind. Und sie fühlen sich einfach wohl, wenn sie sich in unserer Gemeinschaft einbringen können und einfach dabei sind. Hier sind sie willkommen, und hier finden viele auch im hohen Alter noch eine Aufgabe.“

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Das nennt man für die eigene kfd-Sache die Werbetrommel rühren – in diesem Fall schlagen…

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Trommeln mit Irene Scherer.

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Um den sammet-roten kfd-Stuhl versammelt – bitte Platz nehmen, neues Mitglied: Verantwortliche der kfd´s im Pastoralverbund: Regina Dirksmeyer, Helga Hedderich und Ursula Degenhardt (St. Marien), Helga Hedderich, Petra Löcken und Gerda Grote (St. Agnes Bausenhagen), Ingrid Vonderbank, Ute Scheiter und Ursula Meisel (Christ-König Warmen). Ute Gerling, stellv. Bürgermeisterin, ist Schirmherrin.


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