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Genossen machen der "Arbeitsplatzlokomotive Unna" Dampf im Kessel

SPD Oberstadt kürt Ratskandidaten – Schlechtestes Ergebnis für Vorsitzende Ingrid Krol

Mit 35 000 Arbeitsplätzen ist Unna „die Arbeitsplatzlokomotive im Kreisgebiet“, rief SPD-Fraktionschef Michael Hoffmann kämpferisch in den Saal, und dieser Lokomotive will die SPD als traditionelle Arbeitnehmerpartei nun zusätzlich ordentlich Dampf im Kessel machen. Der größte Ortsverein Unna-Oberstadt machte am Dienstagabend knapp eine Dreiviertelstunde vor dem Champions-League-Anpfiff BVB gegen Neapel den Sack zu und kürte seine Ratskandidatinnen und -kandidaten für die Kommunalwahl im Mai 2014.

SPD Oberstadt kürt Ratskandidaten

SPD Oberstadt kürt Ratskandidaten. Foto: Maggie Strathoff

Hoffmann selbst überzeugte 42 der 47 mitstimmenden Ortsvereinsmitglieder zu einem Ja, das schlechteste Ergebnis (39 Ja-Stimmen) erzielte Ortsvereinsvorsitzende Ingrid Kroll. Gewählt wurden außerdem Maggie Strathoff (46), Ralf Bürger (neu für Unna-Süd – 43), Djawad Tadayyon (erstmals Kandidat für den Kastanienhof – 46), Urgestein Karl Römer sowie Susanne Herzog (jeweils 45). Das beste Ergebnis fuhr Bernd Dreisbusch ein: 47 mal Ja – 100-prozentige Zustimmung und spontaner Applaus.

Melanie Ludwig

Melanie Ludwig

Ratsfrau Melanie Ludwig war vom Vorstand nicht für eine erneute Nominierung vorgeschlagen worden. Vor der Mitgliederversammlung zog die Grundschulleiterin gleichwohl eine äußerst selbstbewusste Bilanz ihrer vergangenen vier Ratsjahre – gewissermaßen eine Abrechnung mit dem Vorstand: „Ich war engagiert, offen und ehrlich, habe mich im Sinne der Bürger eingesetzt: Alles das, was gewünscht ist“, unterstrich sie mit unverkennbarem Seitenhieb gegen den Vorsitzenden. „Ich habe während meiner Ratszeit unter anderem 300 Jubilarfeiern besucht – auch an Heiligabend und anderen Feiertagen. Was nicht jeder Ratsvertreter tut.“ Gegen

die neue Kandidatin im Wahlkreis 10 Unna-Mitte – Monika Krause – erzielte Melanie Ludwig nach ihrer kämpferischen Rede („Ich traue euch wirklich zu, das richtige Kreuzchen zu machen“) mehr als einen Achtungserfolg: mit 27 zu 22 Ja-Stimmen fiel Krauses Sieg recht knapp aus.

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