Rundblick-Unna » Gemischte Bilanz der EK „Maghreb“: 162 Festnahmen, 68 Haftbefehle – doch Täter agieren immer brutaler

Gemischte Bilanz der EK „Maghreb“: 162 Festnahmen, 68 Haftbefehle – doch Täter agieren immer brutaler

21 Prozent weniger Taschendiebstähle, 24 Prozent weniger Straßenraub  – gemessen von Januar-November 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Dortmund. Dortmunds Polizeipräsident Lange zeigt sich zufrieden mit der bisherigen Bilanz der Ermittlungskommissionen „Tasche“ und „Maghreb“.

Letztere wurde im  September 2015 mit Fokus auf eine spezielle Tätergruppe gegründet: junge Straftäter aus Nordafrika, die Taschendiebstähle und Raube begehen. Bilanz bis zum 6. 12.: 162 Festnahmen, in 68 Fällen Haftbefehle. Die Täter: meist junge Marokkaner und Algerier. Häufig gehen sie arbeitsteilig vor. Ihre Beute: vor allem neuwertige Smartphones, Tablets und Bargeld.

„Durch ihre Straftaten erlangen sie z. B. Smartphones, die in ihrer Heimat schlicht nicht angeboten werden“, schildert die Dortmunder Polizei. „Sie erlangen Bargeld, um ihr Leben – und häufig auch ihre Drogensucht – zu finanzieren.“ Meist lenken sie ihre Opfer ab – durch den klassischen „Antanz-Trick“ oder durch das Verwickeln in ein Gespräch.Ihr „Revier“: meist Nordstadt oder City.

Was die Polizei mit Besorgnis beobachtet: Das Vorgehen dieser Kriminellen wird zunehmend massiver, die kriminelle Energie stärker. „Wehrt sich ein Opfer oder scheitert der Versuch, es zu bestehlen, wird aus dem Taschendiebstahl ein Raub. Das Opfer wird körperlich angegriffen, um an die ersehnte Beute zu gelangen.“

Jeder Erfolg sei aber gerade daher eine weitere Motivation für die Polizisten.

Motivationsschübe hat auch die  EK „Tasche“ erfahren: Sie konnte z. B. eine 12köpfige Bande aus Rumänien dingfest machen und für alle – Männer zwischen Anfang und Mitte 20 – Haftbefehle erwirken. Der Bande wurden 40 vollendete und 5 versuchte Taschendiebstähle sowie 52 Betrugsdelikte plus 9 Versuche zugeordnet. Gesamtschaden: rund 44.000 Euro. Die Gruppe war – wie viele der Täter aus Rumänien und Bulgarien, mit denen es die Ermittler zu tun haben – vor allem in Geschäften tätig. Ihre Opfer: vorwiegend ältere Menschen.

 Polizeipräsident Gregor Lange verkündet zum Schluss: „Unser Ziel ist es, mit den engagierten Mitgliedern der EK weiter konsequent gegen organisierte Diebesbanden vorzugehen. Für das Sicherheitsgefühl der Bürger. Und um Straftätern zu zeigen: Mit der Dortmunder Polizei ist nicht zu spaßen!“

 

Kommentare (10)

  • Hanno

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    Man hat schon keine Lust mehr, als Bürger dieses Landes sein Haus zu verlassen. Ist man unterwegs, wird eingebrochen. Und auf der Straße wird man nur beklaut.

    Aber eins kann ich euch sagen, packt mich so ein Typ an, kriegt er sowas von auf die Schnauze !!

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    • luenne

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      volle Zustimmung

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  • Willy

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    Dieser Beitrag hätte vor einem Jahr sicherlich die sofortige Schließung der Seite zur Folge gehabt. Schon die Gründung einer EK „Maghreb“ hätten die guten Menschen dieses Landes in die Verzweiflung getrieben!
    Ich bin froh zu lesen, dass der Staat so langsam erwacht und etwas für unsere Sicherheit tut. Ich selbst bewege mich anders als früher, achte darauf den Rücken frei zu haben, nutze bestimmte Wege nur noch bei Tageslicht und weiche bestimmten Leuten, so sie in einer Gruppe auftreten, aus.

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  • Dagobert

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    Wie ist der unsinnige Beobachtungszeitraum Januar-November 2016 entstanden ? Sollen die Diebstähle und Raubüberfälle auf Weihnachtsmärkten etwa nicht berücksichtigt werden ? Wären 12 Monate für eine Statistik nicht sinnvoller ? Oder wurden hier eventuell 12 Monaten aus 2015 mit 11 Monaten aus 2016 verglichen und jetzt freut man sich, weil in 11 Monaten weniger passiert ist als in 12 Monaten ?

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  • Thomas

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    Vor Monaten hatte ich hier als rassistischer Stammtisch kommentiert.mittlerweile kann ich vieles verstehen.was hier abgeht ist schon echt krass..

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    • Silvia Rinke

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      Ein solches Umdenken hier offen einzuräumen – mein größter Respekt, Thomas. Und ehrlichen Dank.

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    • Silvia Rinke

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      Hallo, Thomas, auch über Facebook kommt eine Antwort an dich:

      Stefanus Maxus:

      Mein Respekt auch. Die Lernkurve habe ich (und einige meiner Freunde, teils ehemalige Spartakusleute oder Hausbesetzer) auch hinter mir. Ich bin immer noch Antikapitalist, radikal ökologisch und sozial eingestellt, da wo es angemessen ist. Alles Dinge, die Grüne, Gewekschaft+SPD schon lange verraten haben. Grosse Teile der insbesondere Westlinken auch. Aber in Sachen Innere Sicherheit, Ausländer- und Asylpolitik sowie Aussen und Militärpolitik bin ich mittlerweile knallharter Hardliner geworden, für linksgrüne Leute also quasi „Ein Fall für die Naziecke“, na ja, kann man gut mit leben….

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  • Silvia Rinke

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    Kommentierungen auf Facebook:

    Sven Arnt Klasse Arbeit leisten die Kollegen da. Trotzdem muss einem die Bilanz schon zu denken geben.

    Rundblick Unna Exakt. Der Hinweis auf die erschreckend zunehmende Brutalität versteckte sich übrigens ziemlich am Ende der Pressemitteilung des Polizeipräsidenten…

    Degirb Gnoleic Rundblick Unna Man kann sich ja auch nicht wehren, denn wer weiß was einem dann erst passiert, die sind ja immer zu mehreren, da hat man doch keine Chance ….. :-( Düstere Aussichten, wenn da nicht konsequent „aussortiert“ und abgeschoben wird …. DAS ist und bleibt meine Meinung ……

    Sven Arnt Degrib Degirb Gnoleic beim „Aussortieren“ muss man leider feststellen, dass Deutschland es tatsächlich schafft nicht selten die Falschen abzuschieben. Wenn ich bedenke, wie oft es da tatsächlich Leute trifft die hier echte Integration hingelegt haben, zur Schule gehen, sich gesetzeskonform verhalten usw. und dann trotzdem von Abschiebung bedroht sind, aber andere, die hier in kürzester Zeit nur durch Straftaten auffällig werden, die werden wir nicht los?! Da muss erst ein ellenlages bürokratisches Verfahren durchlaufen werden und am Ende klappt die Abschiebung nicht einmal. Das ist doch der Skandal schlechthin. Allein die riesige Hürde bei den Verurteilungen eh man überhaupt über Abschiebung reden kann. Wenn da einer 50 „Kleindelikte“ hinlegt ist da nix mit Abschiebung oder dem „Flüchtling“ der in aller Öffentlichkeit eine kleines Mädchen sexuell Mißbraucht hat und mit 2 Jahren auf Bewährung davon kommt. Solche Leute brauchen wir hier nicht und die möchte ich auch nicht über unser Solidarsystem noch durchfüttern. Das Geld kann man besser für die nehmen, die hier tatsächlich ankommen wollen.

    Stephan Assmus Sven Arnt (y) dem kann man nur zustimmen. Genau da heißt es jetzt schnell anzusetzen und genau das ist die Aufgabe der Politik / Staatsorgane. Leider wird aber jede Problemlösung kaputt geredet und man kommt nicht weiter. Das dieses für den Bürger als Unfähigkeit gesehen wird ist nur verständlich. (kleine Anmerkung: auch ein Deutscher Staatsbürger sollte nach einem Kindesmissbrauch nicht mit 2 Jahren davon kommen)

    Rundblick Unna (sia) Sven Arnt, Stephan Assmus, euch beiden ist nachdrücklich beizupflichten, und dass Deutschland ein geordnetes Einwanderungsgesetz fehlt, zeigt sich genau jetzt an solchen Auswüchsen alarmierend überdeutlich.

    Christian Je Beim kleinsten Vergehen gnadenlos abschieben, dann ist man den Großteil schnell los. Aber natürlich nicht mit der SPD und Herrn Jäger…

    Raphael Bolte Da hilft nur eines; Grenzen wieder dicht machen.

    Stephan Assmus aber dann kommen wir nicht mehr raus :(

    Raphael Bolte Das ist doch Blödsinn. Ich lasse meine Haustür auch nicht den ganzen Tag offen stehen. Da muss ich mich nicht wundern wenn meine Bude leer ist am Abend.

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  • Mike

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    Da kann ich Sven Arndt nur voll zustimmen !

    Würde man konsequent abschieben und hätte man Leute für die gar kein Asylgrund besteht erst garnicht reingelassen, wäre vieles besser und es hätte eine andere Entwicklung gegeben.

    So schaffen es einige wenige Kriminelle, für die meist eh keinerlei Anspruch auf Asyl besteht, die Stimmung generell gegenüber echten Kriegsflüchtligen zu kippen.

    Die Polizei macht da einen guten Job, wenn Richter oder gewisse Prozesse aber wiederum die Arbeit der Polizei ad absurdum führen, kann ich mir gut vorstellen, daß die Polizei auch sehr frustriert ist wenn man z.B. 50 mal den selben Täter festnimmt und gleich wieder laufen lassen muss…

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  • Wierumer

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    „junge Marokkaner und Algerier, viele der Täter aus Rumänien und Bulgarien“ die lachen sich doch kaputt über solche Aktionen. Wenn es denn überhaupt zu einer Anklage und zu einem Gerichtsverfahren kommen sollte wird das Strafmaß doch wieder Lachhaft ausfallen. Also warum und wovor sollten die sich fürchten, abgesehen davon das Inhaftierte innerhalb von 24 Stunden durch „frische Akteure“ aus Osteuropa ersetzt werden. Und dieses Affentheater zum Thema Abschiebung gibt es in keinem anderen Europäischen Land. Bei uns bewusst herbeigeführt durch die Politik die speziell in NRW eine Einzelprüfung vorschreibt aber dann doch bereits Integrierte ins Flugzeug setzen will während z.B ein verurteilter Täter aus der Silvesternacht von Köln sich gegen eine Abschiebung erfolgreich wehrt. Da frage ich mich doch welche überraschende Vorbildung zum deutschen Strafrecht dieser Straftäter hat, oder ist es vielleicht doch der fehlende Intellekt von Mitarbeitern der Flüchtlingshilfe die da entsprechende Unterstützung geben. Und für diese Anwälte gilt. „ich bin Anwalt was interessiert mich die Wahrheit“

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