Rundblick-Unna » Gemeinde Fröndenberg sagt bewegend „Ade“ zu Pfarrer Görler

Gemeinde Fröndenberg sagt bewegend „Ade“ zu Pfarrer Görler

Ein letztes Mal streifte sich Pfarrer Hartmut Görler seinen Rudi, den Raben, über die Hand und hielt zusammen mit dem rabenschwarzen Plüschvogel eine putzige Frage- und Antwort-Andacht für die ganz Kleinen aus den beiden evangelischen Kindergärten.

„Kann Gott wirklich überall gleichzeitig sein?“, krächzt Rudi staunend. Und der Pfarrer nickt eifrig: „Ja, Rudi, das kann er. Er kann gleichzeitig in Fröndenberg, in Bausenhagen und sogar in Afrika sein. Ja, und er kann auch in Schwerte sein!“ Gelächter erfüllte die übervolle Stiftskirche. Gar nicht weit entfernt in Schwerte tritt der beliebte Seelsorger am 1. November seine neue pastorale Aufgabe an.

Seine Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen – in der Görler 16 Jahre lang wirkte – verabschiedete „ihren Hartmut“ am Vormittag mit einem bewegenden Gottesdienst, bei dem Görlers Augen auch nicht ganz trocken blieben. Die Gestaltung übernahmen der Posunenchor, die „Punkt Elf-Band sowie die beiden evangelischen Kindergärten – jedes Kind überreichte Görler zum Abschied einen Stern mit einem persönlichen Wunsch für seine Zukunft.

19926782kb Pfarrer Görler Abschied Stern

„Bewegend“ sei dieser Moment für alle, fasste Pfarrer Achim Heckel die Gefühle aller zusammen. Der langjährige Weggefährte und Kollege Hartmut Görlers steht selbst vor seinem Abschied, wird Fröndenberg im Frühjahr nach 14 Jahren verlassen. Beide Pfarrer möchten noch einmal neu beginnen, Neues wagen nach so vielen Jahren in Fröndenberg und Bausenhagen.

Mit ihren diametral gegensätzlichen Charakteren und Persönlichkeiten bildeten die beiden Seelsorger über ein Dutzend Jahre ein Traumteam. „Wir sind so unterschiedlich, wie Menschen nur sein können. Wohl auch deshalb ergänzen wir uns so perfekt“, hatte es Hartmut Görler kürzlich noch auf den Punkt gebracht.

Es waren erlebnisreiche, erfüllende Jahre, blickte er zurück. Es waren Jahre intensiver Begegnung, in denen Freundschaften geschlossen wurden und enge persönliche Bindungen wuchsen. Diese kann der 48-Jährige weiter pflegen, da er seine neue Aufgabe am 1. November gar nicht weit von hier entfernt antreten wird – in Schwerte, gerade mal 20 Autominuten entfernt. Als befreiend empfindet Hartmut Görler es, dass sein neuer pastoraler Dienst keine Residenzpflicht mehr einschließt. Als „ganz normaler Nachbar“ wohnt er jetzt „direkt oberhalb der Kirche“, verriet er vor Beginn des Gottesdienstes. So wird „seine Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen“ ihren „Hartmut“ auch künftig nie aus den Augen verlieren.

„16 Jahre Fröndenberg. Ein bleibender Schatz in meinem Leben“, verabschiedet sich Görler im Gemeindebrief.

Nach 16 Jahren in Fröndenberg und Bausenhagen beteiligt sich Pfarrer Hartmut Görler ab dem 1. November am Pilotprojekt „Pastoraler Dienst im Übergang“: Dabei übernimmt er zeitlich befristet die pastorale Grundversorgung einer Gemeinde im Umbruch und begleitet sie in ihrem Wandlungsprozes. Der beliebte Seelsorger kann dazu in Fröndenberg wohnen bleiben und damit weiterhin persönliche Kontakte pflegen: Denn seine neue Kirchengemeinde liegt nur 20 Autominuten entfernt in Schwerte.

19926755ml 19926725el 19926727na 19926728og Pfarrer Görler Abschied

Kommentare (2)

  • Kurt Ehrke

    |

    Da können wir uns in Schwerte ja freuen, dass wir unseren Verlust einer beliebten Pfarrerin mit einem beliebten Pfarrer aus Fröndenberg ersetzen können, zumindest in den nächsten zwei Jahren.
    Alles Gute wünsche ich bei uns in Schwerte.
    Kurt Ehrke

    Antworten

  • Silvia Rinke

    |

    Schwerte bekommt einen wunderbaren Pfarrer. Wir in Fröndenberg vermissen ihn jetzt schon.

    Antworten

Kommentieren