Rundblick-Unna » 200 Euro im Ausgabeschacht vergessen – doch ein ehrlicher Finder entdeckte sie…

200 Euro im Ausgabeschacht vergessen – doch ein ehrlicher Finder entdeckte sie…

Am 27. Juni 1967 wurde der erste Geldautomat weltweit in London in Betrieb genommen. „Auch 50 Jahre später kann das Geldabheben noch immer mit einiger Aufregung verbunden sein – „, berichtete die Kreispolizeibehörde Unna am 50. Geburstag des Geldautomaten und schildert folgende wahre Begebenheit:

„Am 27.Juni 2017 hob in Bergkamen gegen 08:10 Uhr eine 55jährige Bergkamenerin Bargeld am Geldautomaten im Kaufland an der Töddinghauser Straße ab. Sie steckte ihre Karte ein, vergaß jedoch, das Bargeld aus dem Geldautomaten zu entnehmen.

Das bemerkte sie allerdings erst, als sie sich mit ihren Einkäufen bereits an der Kasse des Supermarktes befand. Da sie ahnte, dass die Geldscheine nicht so lange im Ausgabeschacht des Automaten stecken würden, begab sie sich gleich zur Information und schilderte ihr Problem. Die Mitarbeiterin an der Info teilte ihr daraufhin mit, dass kurz zuvor ein Mann an der Info gewesen sei, der mit Geldscheinen gewedelt hätte. Er habe auf sie eingeredet, da er jedoch der deutschen Sprache nicht mächtig gewesen sei, habe sie nicht gewusst, was er wollte. Sie habe ihn mit den Geldscheinen daher zur gegenüberliegenden Sparkasse geschickt.

Die Bergkamenerin machte sich also auf zur Sparkasse, in der Hoffnung, dass der Mann das Geld dort abgegeben hatte. Leider war das jedoch nicht der Fall.

Also begab sie sich zur Polizei nach Kamen, wo sie gegen 09:30 Uhr Anzeige erstattete wegen Unterschlagung des vergessenen Geldes.

Über eine Stunde zuvor in Bergkamen: Gegen 08:20 Uhr erschien ein 37jähriger Zuwanderer aus dem Iran bei der Polizei in Bergkamen. Er gab an, dass er soeben 200,- Euro im Ausgabeschacht des Geldautomaten im Kaufland gefunden habe. Da er keine Hinweise auf den rechtmäßigen Eigentümer hatte, gab der Finder die Geldscheine bei der Polizei ab. Die Polizei nahm eine Fundanzeige auf und gab das Geld zunächst weiter an das Fundbüro in Bergkamen.

Im Eingangskörbchen des Kriminalkommissariats kamen Fundanzeige und Unterschlagungsanzeige schließlich zusammen. Und so konnte die Polizei der glücklichen Bergkamenerin die frohe Nachricht überbringen, dass sie ihr Geld beim Fundamt abholen kann.

Und so kam am 50. Geburtstag des Geldautomaten in Bergkamen am Ende doch noch zusammen, was zusammen gehört.“ Happy End! :-)

(Fotorechte liegen bei der Kreispolizei Unna)

 

Kommentare (2)

  • PMK

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    Ich hoffe, der ehrliche Finder hat von der Frau – die aufgrund seines Verhaltens wußte, daß er das Geld nicht unterschlagen wollte – einen anständigen Finderlohn bekommen. Und damit meine ich mehr als den ihm gesetzlich zustehenden Betrag.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Ja, das wäre nur angemessen!

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