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Gegen Todesfahrten junger Fahrer: „Crashkurs NRW – Realität erfahren. Echt hart“

Sie fahren leichtsinnig zu schnell, fahren unangeschnallt, fahren betrunken – oder / und sind einfach noch zu unerfahren beim Fahren.

Jedenfalls sind junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren  übermäßig häufig an Verkehrsunfällen beteiligt, erinnert die Polizei an ihre eindeutigen Unfallstatistiken. Nicht selten enden diese Unfälle mit Schwerverletzten und Toten. Auch für Angehörige hat das dramatische Folgen.

Dagegen läuft seit vielen Jahren die Präventionskampagne „Crashkurs NRW“.  An diesem Donnerstag (22. Juni) wird in zahlreichen Städten des Landes, darunter Unnas große Nachbarstädte Dortmund und Hamm, die Kampagne samt ihren zahlreichen Ehrenamtlichen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.  Das Team „Crashkurs NRW Hamm“ ehrt z. B. den 10.000. Teilnehmer der Präventionskampagne im Maxipark, Dortmunds Polizeipräsident besucht die letzte „Crash Kurs“-Veranstaltung dieses Schuljahrs im Fritz-Henßler-Haus in der Nordstadt.

Warum Prävention so Not tun, schildern die Polizeipressestellen Dortmund und Hamm in heutigen Pressemitteilungen.

Aus der Meldung der Polizei Hamm:

Schwerwiegende Unfälle geschehen, weil die Fahrer zu schnell, unter Alkohol und Drogen fahren und weil oft kein Sicherheitsgurt angelegt wird. 2016 verunglückten in Hamm 192 Jugendliche und junge Erwachsene, 55 mehr als in 2015.

Seit dem ersten „Crash-Kurs-NRW“ in Hamm im Jahr 2012 berichten Polizisten, Feuerwehrleute und Notfallseelsorger regelmäßig vor den 10. Klassen der Hammer Schulen von schweren Zusammenstößen mit Toten und Verletzten. Sie erzählen aus persönlicher Sicht, was sie an Unfallstellen erlebt haben. Durch diese Betroffenheit sollen die Jugendlichen emotional erreicht werden. Davon verspricht sich die Polizei eine Verhaltensänderung und eine Senkung der Unfallzahlen.“

Aus der Mitteilung der Polizei Dortmund:

„Die Gesichter der Jugendlichen nach einer der Veranstaltungen sagen oft mehr als jedes Wort: „Crash Kurs NRW – Realität erfahren. Echt hart.“ wird seinem Untertitel gerecht. Hier erfahren die  Schüler Realität und das auf echt harte Art und Weise. Denn hier geht es um Emotionen: um Trauer, um Schock, um Wut, um Schuld.

Das Ziel der Veranstaltung: Diesen jungen Menschen ihre Verantwortung im Straßenverkehr zu verdeutlichen. So, dass sie sie nicht vergessen.“

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