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Gegen eskalierende Gewalt durch Neonazis: Dortmunder Polizei richtet „SoKo Rechts“ ein

Aufgrund der eskalierenden rechtsextremen Gewalt in Dortmund – Einschüchterungen und Drohungen gegen Bürger, Asylbewerber und Journalisten sowie Gewalt gegen Polizeibeamte – richtet die Dortmunder Polizei eine Sonderkommission „Rechts“ ein. Der Name der neuen Ermittlungseinheit ist „SoKo Rechts“, geleitet wird sie von Kriminalrätin Anika Uhlmann (Polizeilicher Staatsschutz). Dies gab Polizeipräsident Gregor Lange am Mittag bekannt.

Schwerpunkt der SoKo Rechts sind gezielte personenbezogene Ermittlungen sowie die Auswertung rechtsextremistischer Strukturen. Die Strategie der Rechtsextremisten, stets am Rande der Legalität zu agieren, greift die Sonderkommission auf und befasst sich intensiv auch mit dem Sammeln und Auswerten von Hinweisen zur Dortmunder Neonazi-Szene.

Die Dortmunder Neonazis gelten als extrem aggressiv. Vorläufiger Höhepunkt war Anfang Februar der Aufmarsch mehrerer Dutzend vermummter Fackelträger vor einem Asylbewerberheim in Dortmund-Eving. Die Rechtsextremen brüllten ausländerfeindliche Parolen. Zwei versuchen, ins Gebäude einzudringen. Gegen Journalisten und Lokalpolitiker gab es Todesdrohungen in Form fingierter Todesanzeigen mit genauem Todesdatum.

 

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